Naturgedichte klein & fein

Die folgenden Gedichte haben ich über die Natur geschrieben, welche mich immer und jeden Tag von Neuem erfreut. Es sind Momentaufnahmen, die mich zu einem Gedicht inspiriert haben. Sie sind meistens etwas kleiner aber hoffentlich fein ;-)

Der Wald ist mein Dom

Der Wald ist mein Dom, dass kann ich sagen, gehe ich durch den Wald merke ich richtig wie das Göttliche um uns lebt und begreife, dass man an diesem Ort die Welt auf neue Weise versteht. Ich liebe es durch den Wald zu gehen, über mir thronen die Baumeskronen, in allen erdenklichen Formen Ahorn, Erlen, Buchen, Holunder, Ulmen und Eichen sie alle können und zu höchstem Frieden gereichen. Ihre Blätter wehen im Wind und wenn die Sonne noch so wundervoll scheint, sich das warmgoldene Grün zu einem Licht und Schattenspiel vereint. Die Kronen sie ragen über mir auf, gewaltig und so wunderschön, bilden ein Blätterdach, durch das man ab und zu kann den blauen Himmel sehn. Wie ein Dom, ich kann es nicht anders sagen, warum Gott suchen in einem Gebäude aus Stein, wenn er einem hier doch kann so überaus nahe sein? Sanft streicht der Wind, durch die Äste die sich neigen und rauschen, so stark und so biegsam sie sind, wir sollten mehr auf ihre Rufe lauschen. Die wir oft rennen und kämpfen müssen um zu überleben, anstatt dass wir uns mehr dem Fluss den Lebens lernen übergeben. Einfach uns wiegen wie die Bäume es tun, stark verwurzelt im Erdengrund und doch die Äste ausgestreckt zu einem höheren Ziel, mir gibt der Wald unsagbar viel. Ich liebe es die Vögel zwitschern und singen zu hören, sie schaffen es mich immer wieder von neuem zu betören. Der Wald ist mein Dom erfüllt mit allem was so wundervoll lebt und ist, würde es ihn nicht geben, er überall schmerzhaft würde vermisst. Er bieten Unterschlupf so manchem Wesen, wenn man durch den Walddom geht, kann die eigne Seele wundervoll genesen. Hier spür ich der Elfen und Engel Schar, so äusserst klar und wunderbar! Der Wald ist mein Dom und wird es bleiben für immer und alle Zeit, ich brauch keinen Dom aus Stein, denn der Wald macht mich für das Göttliche wahrlich bereit! So danke den Bäumen, unseren Geschwistern, die uns lieben und uns von Segen singen, sie bringen unsere Herzen zum Schwingen.

 

     

Weidenbäume und Herrgottskäfer (19. Juni 2014)

Weidenbäume so wunderschön, sie neigen sich im Wind, sehet bloss, wie biegsam sie sind! 

Junge Trauerweiden, senken ihre Zweige hinab, in des Wassers frische Pracht, kaum etwas kann sie brechen, auch nicht des Sturmes Macht.

Goldgrüne Lichter durch ihre Blätter scheinen, besonders schön im Morgenlicht, dem Reinen.

Der Wind spielt mit der Silberweide, in silbrig- weissem- grünem Kleide.

Viele Herrgottskäfer(Marienkäfer), leben darauf. Ihre Larven verpuppen sich und schlüpfen bald aus.

Zuerst sind sie noch hell und blass, der Panzer immer noch etwas feucht und nass.

Noch nicht fest, sondern biegsam er noch ist, und die  Herrgottskäfer sitzen im Sonnenlicht.

Dort trocknen ihre Flügelein, sie werden fest und Farbe kommt hinein...

Tupfen entstehen, schmücken die jungen Käferlein. Schwarz, orange oder gar gelb können sie sein.

Einem kugelrunden Kleinod gleich, machen sie unser Leben doch so reich!

Nach einiger Zeit sie Mutter Weide verlassen, fliegen hinaus in des Himmels Blau, schwirren davon und über grüne Au.

Viel Glück geliebtes Käferlein, vielleicht wirst du bald wieder bei uns sein!

 

    

 

 

Regen... bringt Vielfalt (1. Mai 2015)

Wieder einmal ein Regentag, es giesst und giesst die ganze Zeit, der Himmel bewölkt und grau, unter der Krempe meines Hutes ich die Welt anschau. Das Gras nass, der Wind frisch und kühl, ich gehe durch ein trübes Reich und habe das Gefühl… die Welt sie weint und doch stimmt es nicht, denn die Welt begrüsst den Regen nach der langen Trockenheit, er neues Leben ihr verspricht.

Eigentlich sind es die Menschen die den Regen so oft nicht mögen, weil sie wohl finden, er erschwert das Leben. Noch habe ich es nicht geschafft wirklich Freude daran zu haben, obwohl uns doch eigentlich damit gegeben viele wichtige Gaben. Wenn es nicht regnen würde wäre alles immer nur dorr und kahl, wir hätten weniger Wasser, von Mal zu Mal. Wir hätten keine solche Farbenpracht, der Frühling hätte nicht so magische Kraft. Weil es gar keinen richtigen Frühling geben würde, mit all den Pflanzen Blumen und frisch grünenden Bäumen, es gäbe weniger an Träumen. Zwar wäre das Meer jeden Tag zu sehen, sicherlich auch wunderschön. Doch wenn man rundherum alle Pflanzen würde verdorren sehn und nichts mehr kann leben nur noch Erde und Sand, die ohne Bewässerung niemals Frucht zu tragen wären im Stand ... Ich weiss nicht, ob das für mich wär ein Leben, denn ich liebe die Natur so wie sie uns hier wurde gegeben. Wir sind so gesegnet eigentlich mit dem was wir haben und täglich sehn, denn das Leben kann so immer neu entstehn. Und doch… denke ich mir manches Mal, eigentlich wäre es mir schon lieber die Sonnentage wären etwas mehr an Zahl. Oder das es einfach nur in der Nacht würde regnen und am Tag dann nicht mehr, das würde mich auch erfreuen sehr.

Doch kann man einfach nicht alles haben, es hat auch schönes an Regentagen. So z.B. all die Schnecklein die hervor dann kriechen mit ihren schönen Häuschen, die schmücken die Mauern entlang von Gärten und Strassen, manchmal in richtigen Massen. Keins davon ist gleich wie das andere, sie alle sind besondere Raritäten, Kleinode an denen ich mich immer freue gar sehr, es ist vielleicht seltsam, doch ohne sie wär es dasselbe nicht mehr. Schon als Kind hatte ich an ihnen meine Freude und das hat sich nicht geändert bis heute. Die Vielfalt der Schnecken ist ein Sinnbild für die Vielfalt die überall so wundervolle Früchte trägt, weil auch die Menschen so voller Vielfalt sind und ich finde es im Leben auch darum geht. Jeden zu nehmen wie er ist und will sein, ob er gross ist oder klein. Nicht immer das Gefühl haben müssen man sei nicht gut so wie  man ist, dabei wäre es die Vielfalt die in der Welt oft so schmerzhaft wird vermisst. Darum sollten wir uns immer wieder ins Bewusstsein rufen, dass wir nicht immer etwas anderes müssen sein als wir sind, das sollte man schon lernen als Kind. Damit man nicht die ganze Zeit an sich zweifelt, weil andere finden, man sollte so wie sie sein, das führt zu viel Schmerz uns schliesslich in noch mehr Not hinein. Die bunten Schnecklein sind ein gutes Beispiel dafür, dass er gerade Vielfalt ist, die alles so schön kann gestalten, so können wir den Schöpfersegen auch in uns lassen walten.

Der Regen macht mir noch immer keine besondere Freude, doch will ich ihn auch lernen mehr zu lieben und beginne damit gleich heute. Ich möchte ihn als Boten sehn, der die Vielfalt fördert in allen Bereichen, er bringt alles zum wachsen die Schnecklein und Frösche freuen sich an seiner heilsame Kühle, die ich dann auch im meinem Innern mehr fühle. Ich stelle mir vor, dass er auch das Innere reinwäscht von allen düsteren Gedanken, die sich manchmal um uns herum ranken. Er ist der Schleier, der die Welt einhüllt und uns mit neuer Frische erfüllt… Und alles kann dann werden zu Stille, wo nur noch das Rauschen und Trommeln der tausend Regentropfen ist zu vernehmen und Leben kann in alles strömen. Das Gras es grünt, die Blumen blühn, die Bäume ihre Äste zum Himmel strecken, ihre Wurzeln sich nach dem Regen recken... damit er wieder neues Leben kann geben überall, und die Vielfalt bleibt erhalten in diesem Erdental.

Regentropfen die in Pfützen fallen, bilden immer grössere Ringe die so manches zum wachsen bringen, auch in uns drin… darum danke für den Regen, ich von ihm auch abhängig bin.  

 

         

 

 

Schmetterling in meinem Haus (Botschafter)

Gestern (19. Juni 2015) habe ich ein wundervolles Erlebnis mit einem Schmetterling gehabt. Es war ein kleiner Fuchs, der sich tatsächlich in meine Küche verirrt hat. Er war so wunderschön auf einmal da, es hat mich tief berührt, als ich ihn sah.

Wie ein Bote der Ahnen, so erschien es mir, oder einfach um sonst eine Botschaft zu übermitteln mir? Wer weiss, vielleicht komme ich dem ganzen noch auf den Grund, damit ich darin erkenne den besonderen Bund, zwischen dieser Welt und jener, die jenseits ihrer liegt, wundervoll verborgen, die mildert meine Ängste und Sorgen. Ist es Leere oder Dunkel was ich manchmal fürchte, oder was könnte es sonst nur sein, an manchen Tagen fühle ich mich verletzlich und klein… wie eine Raupe die zur Puppe wird und muss vertrauen, dass die guten Geister auf sie schauen. Denn jede Raupenpuppe braucht einen besonderen Schutz, weil sie dann verletzlich ist und angreifbar, so langsam wird mir vieles klar. All das hängt zusammen wohl, die Leere über die ich gerade (in einem Seminar) habe nachgedacht, das Schmetterlingsthema, das mich beschäftigt die letzte Zeit, vielleicht ist eine neue Einsicht gar nicht mehr weit.

Es ist als hätte der Schmetterling zu mir gesprochen, indem er mich teilhaben liess an seinem Dasein auf besondere Weise, ich glaube das ist wichtig für meine Lebensreise. Weil der Schmetterling die Leichtigkeit des Lebens lehrt, die mir zeigt, dass das Glück mir nicht bleibt verwehrt. Dass ich weiter vertrauen kann und mich freuen an allem was da ist, an allem was man erlebt, oder auch vermisst. Und doch loslassen kann, lernen zur nächsten Blüte zu schweben immerzu, sich freuen am Leben und finden dort Ruh. Nicht sich mit Düsternis befassen, sondern das Licht hereinzulassen in das Herz in den Körper in alles was wir sind und tun, oder noch mögen sein, das Schönheit kann ziehen in alles hinein.

Der Schmetterling ist ein wundervolles Wesen, nur sein Anblick allein kann mir helfen genesen. Schmetterlinge, ich liebe sie so sehr und das immer mehr und mehr. Ich finde das ganze Leben dieses Tieres, sein ganzes Sein, sein Zyklus… er kann so lehrreich sein. Zuerst Ei dann Raupe, dann Puppe voller Verletzlichkeit und schliesslich ein Schmetterling in kurzer Zeit. Der gaukelt über Wiesen von Blüte zu Blüte so leicht so fein, so wunderbar anmutig, kann kaum etwas sein. Schwer in Worte zu kleiden, aus Gottes Traum geboren, schimmernd wie Samt und Seiden. Schmetterlinge sie sind so schwerelos, sie scheinen eine Botschaft zu bringen, die unsere Herzen lassen erklingen. Schauen wir hin, freuen wir uns daran, spüren wir wieviel und dieses Geschöpf geben kann! So oft in Gedichten beschrieben und doch kaum jemals erreicht, so schön und wundervoll leicht. Schmetterlinge können uns lehren uns des Lebens zu freuen, sie können uns zeigen, was Verwandlung und Wachstum bedeutet, es sind die Schmetterlinge die darum so werden geliebt, es diese Empfindungen schon ewig gibt.

Jedenfalls war das Erlebnis wunderbar, ich konnte den Schmetterling bewundern und sehen so klar. Oft klappen sie ihre Flügel zusammen, so dass  sie ihre Pracht nicht offenbaren müssen sogleich, doch öffnen sie sie, ist das wie der Einblick in ein neues Reich, voller Farben, Freude, Licht und Leichtigkeit, welch ein Segen liegt da bereit! Ein Segen den wir oft zu wenig sehen, den wir oft zu wenig fühlen in unseren Herzen, das erfüllt uns oft mit Schmerzen. So viel gäbe es noch zu schreiben über dies wundervolle Geschöpf, dass uns wurde vom Himmel gegeben und das so bereichert unser Leben.

Wenn Schmetterlinge gaukeln über Wies und Flur, als zögen sie hinter sich her eine lichte Spur, die uns führt in eine gänzlich neue Welt, erhellt von der Sonne am Himmelszelt. Vielleicht finde manche diese Worte übertrieben, doch ich muss man diesen Himmelboten nicht einfach lieben? Muss man ihn nicht betrachten voller Ehrfurcht und Freude, weil er einfach so viel zu geben vermag, ohne viel zu tun und so sehr erleuchtet den Menschen den Tag? Er scheint verbunden mit dem Elfenreich, an Anmut und Transzendenz so reich. Seine Flügel schimmern, das Licht sich darin bricht, einfach wundervoll, darum schreib ich dies Gedicht!

 

 

 

 

Herbstgedicht (das darf natürlich nicht fehlen)

Das Jahr sich immer mehr zu Ende neigt, der Anbruch einer stillen Zeit. Wir können es schon fühlen und sehen in der Natur, der Herbst zeichnet schon seine erste Spur. In der Bäume Blattgrün zieht die Ruhe mehr und mehr ein, das kann manchmal auch für uns ein schwieriger Wandel sein. Wir merken bereits wie auch unsere Energie nicht mehr ganz so frei und lebendig fliesst, darum ist es wichtig, dass man diese Zeit auf ihre Art geniesst.

Ich liebe den kühlen herbstlichen Morgen, wo alle still zu sein scheint und immer mehr verborgen. Die Vögel zwitschern nicht mehr so munter, die Blätter werden langsam dürr und dann bunter. Einige Grillen zirpen noch im Gras, doch bald müssen sie auch gehen in den Winterschlaf. Nebel hüllt die Berge bereits ein, immer mehr verschwindend, fern und klein, die Welt nun scheint. Langsam legt sich alles zum Schlafe nieder, Sonnenstrahlen sie immer rarer werden, es wird kühler... die Welt scheint manchmal in Trauer, doch es ist nicht Trauer, mehr ein Ruhen im ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen und am Frühling wird alles von neuem auferstehen.

Dennoch braucht es manchmal etwas Zeit bis man für die kühleren Jahreszeiten wirklich ist bereit, besonders nach so einem wundervollen Sommer, an dem die Sonne gleissend vom Himmel leuchtete fast jeden Tag, man diese schöne Zeit missen kaum mag. Besonders wenn man den warmen Jahreszeiten mehr ist zugetan, sich daran so freut, in der Lebendigkeit und Vielfalt richtig aufgehen kann. Es jedoch auch in der Herbstzeit so manch schönes kann geben, auch sie hat einen ganz besonderen Segen. Die Sonne wird z.B. viel goldener in diesen Tagen, das Licht scheint ganz anders zu sein, auch liebe ich der bunten Blätter Schein. Viele Früchte wachsen an Bäumen und Büschen, Tiere uns Menschen sich in dieser Zeit für rarere Stunden rüsten. Noch ist Leben da doch nicht mehr lang und dann verstummt auch der letzte Lebensklang und man denkt das Sterben setzt wieder ein, im grünen Walde und dem Hain. Die Natur immer mehr ihre Kräfte nimmt zurück, der Schlaf rückt näher Stück um Stück. Die Qualität wird stiller nur noch ein ganz leises Flüstern das man kaum mehr vernimmt, kaum mehr spürt, nur noch Stille ringsumher, der Abschied von der Lebendigkeit fällt mir oft schwer. Doch wenn man diese neue Zeit zu nutzen vermag, kann man daraus viel gewinnen an Stille innerem Raum, der sich ausdehnt und weiter kann werden, denn man geht etwas besinnlicher und ruhiger über Erden. Mit der Stille leben, die manchmal auch in unserem Innern Einzug hält es aber nicht immer leicht einem fällt.

So will ich versuchen, mit der neuen, stillen Qualität zu leben und zu sein und gehe mit Erwartung in den neuen Zyklus hinein.

 

 

 

 

Unser Tulpenbaum ( Rest in peace!)

Tulpenbaumblüten

Du wunderschöner Tulpenbaum, hast so viel Freude uns gebracht, dass Du nach so vielen Jahren gefällt werden musst, uns wahrlich traurig macht. Du warst Teil unserer Schule so lange Zeit, doch dann traf dich der Blitz, wer hätte das jemals gedacht, es hat uns traurig und nachdenklich gemacht.

Schatten hast du uns wundervoll gespendet, jeden Tag. Unter deiner Krone haben wir viele schöne Stunden erlebt, niemals hätten wir gedacht, dass dein Leben auf diese Weise zu Ende geht. Doch es ist so, auch wenn man es kaum kann glauben, der Blitz schlug ein in deinen Stamm, hat ihn entzweigerissen, wir werden dich wirklich sehr vermissen. So schön warst du wenn du deine zauberhaften Blüten hast getragen, deine Blätter so wunderbar farbig in herbstlichen Tagen. Kein Baum war dir gleich, du machtest und alle gar reich! Doch leider mussten wir dich fällen lassen, wir können es noch immer nicht richtig fassen. Klar, viele würden sagen: Es war nur ein Baum, doch du hast uns geschenkt solch wundervollen Raum. Kühl war es unter deinen Zweigen, an Weihnachten schmückten wir dich mit Lichterketten und glitzernden Dingen, du vernahmst Weinen, Kinderlachen und Singen. So viel hast du gesehn, so viel Wissen lag in deinem Stamm- deinen Ästen verborgen, nun bist du weg, für dich gibt es kein Morgen. Wird auch ein neuer Baum einst an deine Stelle treten, wird er niemals so sein wie du, du warst besonders, gabst uns Freude, Frische und Ruh. Lieber Tulpenbaum, wir werden dich sehr vermissen, mögest du weiterleben und weiterschenken dein Wissen… Als Baum der vielleicht bald in neuen Gefilden steht, weil der Seelenfunke niemals wahrlich vergeht.  

 

 

Welch ein Tag!

Welch ein wunderschöner Tag ist heute, wieder gehe ich durch den Morgen voller Freude! Es ist alles so schön anzusehn, man wünscht sich es würde niemals vergehn. Es ist nun richtig Sommer geworden, überall leuchtet sattes Grün mir entgegen, diese Zeit ist so voll mit Segen. Ich gehe durch den goldenen Sonnenschein, der schon früh uns jetzt allen zu leuchten vermag, ein richtig schöner Sommertag! Das Gras wächst hoch, Birkensamen werden verweht vom lauen Wind, sie wie kleine Wattebäusche  anzusehen sind. Im Frühling schweben weisse Blütenblätter von den Bäumen hernieder, nun sind es die Samen, wie jedes Jahr wieder. So lieblich wirkt alles heute, wie in einem Märchenreich, manchmal glaubt man Elfen zu erblicken sogleich... die tanzen auf den Blumenwiesen, die so voll mit Leben sind, darüber streifen sanft die Töchter vom Wind. Auch sie glaube ich manchmal zu erblicken in all den sanften Lichtern, die fallen durch Äste der Bäume und ihre Blätterpracht, was eine wundervolle Atmosphäre schafft. Golden das Licht, noch sanft und rein, ich geh in den hellen Morgen hinein. Der Himmel gar blau, einige Schäfchenwolken noch ziehen dahin. Doch nichts kann trüben das klare Blau, das sich spiegelt im Perlentau... der noch liegt auf Grashalmen und Schachtelhalm… glitzernd und funkelnd anzusehn, was ihn mir ein tiefes Gefühl von Freude lässt entstehn.

Unter der kleinen Brücken fliesst der Bach, nur noch wenig Wasser führt er, das rührt von den vielen schönen Tagen her, welche ich stets geniesse sehr.Ich gehe über dir Brücke mit meinem Hund und schaue hinaus in die Welt, welche tut uns Freude und Leben kund, die unser Dasein erhellt.Wir schauen hinunter in des Baches klare Kühle, mein Herz jauchzt, ich Freude und Eintracht fühle. Verträumt schaue ich auf unsere Schatten, die hinunterfallen auf das Bachbett unter uns beiden, innere Schatten sie heute nur wenig sich zeigen.

Ich will geniessen jeden Augenblick der mir wird geschenkt, mich alles in tiefste Freude versenkt! Dank sei all den wundervollen Dingen, welche unsere Herzen bringen froh zum Schwingen!

 

Eisvogel

An einem schönen Frühlingsmorgen, haben ich dich gesehn, wie ein blauer Diamant so wunderschön. Du bist über den Bach geflogen wie ein Bote einer fremden Welt und ich staunte von neuem über die Schönheiten dieser Welt.

Zuerst dachte ich, wie kommt ein solch knallblauer Vogel hierher, ist er wohl getürmt aus einem Käfig, steht dieser nun leer?

Doch dann hast du nicht auf einem Zweig über dem Bach niedergelassen, ich konnte mein Glück nicht fassen.

Ein Eisvogel hier bei uns an unserem Bachessaum, ich konnte es glauben kaum! Mein Herz klopfte zum Zerspringen, mein Inneres begann vor Freude zu singen.

Ich war so berührt, dich hier zu sehn, die Erinnerung an dich wird niemals vergehn.

Du bist so einzigartig so wundervoll, deine Farben leuchten und funkeln wie ein Edelstein, ein Paradiesvogel könntest du sein.

Es gibt wenige von deiner Art in unserem Land, du scheinst zu bilden ein unsichtbares Band, zu einer Welt jenseits dieser hier, du bist eine ganz besondere Zier.

Eisvogel die Elemente scheinen sich in deinem Gefieder zu vereinen, oranges Feuer, blaues Wasser, herrlich und klar, Eisvogel du bist einfach wunderbar!

Leider konnte ich mich nur kurz an die erfreuen, dann bist du wieder davongeflogen, wie ein blauoranger Pfeil über des Baches Wogen.

Eisvogel flieg, bring dem Himmel eine Botschaft von mir, für deinen Besuch da danke ich dir!

 

 

 

Schwalben über dem Kornfeld

Schwalben über grünen Kornfeldern sie fliegen gar wunderbar, so elegant es ist nicht zu beschreiben, es ist als würden sich die Halme voll Freude zu ihnen empor neigen.

Schnell sind sie wie der Wind, ihre Flügel ausgebreitet, reitend auf den sanften Lüften der Frühlingzeit, jedes Jahr kommen sie zu uns von gar so weit.

Ihre Nester bauen sie unter Häuserdächern kleine Paläste aus Lehm gepolstert mit Federn gar fein, dort legen sie ihre Eier hinein.

Die Kleine schlüpfen aus mit ihren breiten Schnäbelein, kaum etwas andres kann süsser sein. Und dann fliegen sie, fliegen sie in die Welt, die soviel an Wunder für sie bereithält.

Schwalben sie fliegen über Kornfeldern welche noch grün und frisch sich zeigen, fangen Mücklein gar schnell, wahre Flugkünstler sind sie, man glaubt, sie werden müde nie.

Unermüdlich auf und ab, hin und her, ihnen zuzuschauen gefällt mir gar sehr.

Ein Gefühl von Freiheit, wundervollem weiten Raum, in des Himmels lichten Räumen lässt es sich gar wohlig träumen.

Schwalben fliegt, freut euch des Lebens, ihr seid ein Teil des wundervollen Segens, der uns gegeben immerdar, fliegt in die Sonne hell und klar!

 

 

Maikäfer im Abendschein

Diesmal ist wieder ein Maikäferjahr und ich sehe euch fliegen nicht etwa rar. Überall in den Bäumen seid ihr anzutreffen, ich schau euch gerne zu, besonders wenn ihr fliegt mit euren braunen Flügelein darunter ein paar Dünnere, welche sind gar fein.

Auf eurem Hochzeitsflug seid ihr wirklich hübsch anzusehn, gedichtet wird über euch oft, das kann ich gut verstehn. Im rotgoldnen Abendschein schwirrt ihr um die Wette, eure weissschwarzen Körper, eine weichgezeichnete Silhouette. Ihr schwirrt auf und ab von Baum zu Baum, eure Fächerfühler so lieblich und zart, eure braunen Panzer etwas glänzend und hart. Euer Leben ist so kurz eigentlich wenn man bedenkt, als Käfer fliegt ihr in der Zeit gar begrenzt. Dafür eure Larven im Boden verweilen eine lange Zeit, ihnen bringt man entgegen nicht sehr viel Freundlichkeit. Die Larven sind es, welche bereiten vielen Menschen Sorgen, weil sie die Pflanzenwurzeln fressen, tief in der Erde verborgen. Eigentlich schade, dass ihr als Schädlinge geltet, denn ihr seid wirklich interessante Geschöpfe, die mich berühren trotz des schlechten Rufs der euch vorauseilt, darum freu ich mich, wenn ihr etwas bei uns verweilt.Dass ihr so kurz nur lebt, finde ich etwas schade, denn als Käfer seid ihr hübscher, als als weisse Made.

Drum Maikäfer fliegt weiter durch den Abendschein, über den Bach der sprudelt so kühl und fein, erkundet die Welt, während ihr fliegt, geniess es in vollen Zügen und habt miteinander euer Vergnügen. Maikäfer, Maikäfer, dein Leben ist bald zu Ende, dann findest du ein jähes Ende. Die Vöglein freuts, sie haben dann genug zu fressen, doch deine Eier werden sich einst wieder machen unvergessen… wenn sie wieder zu Larven, dann zum Käfer werden, sofern sie vorher nicht schon sterben. Und dann fängt alles wieder von vorne an… und wir werden deine Kinder im Abendschein fliegen sehen, sodann.

Maikäfer, Maikäfer im Abendschein, flieg in die neue Welt hinein!

 

 

 

"Unser" Entenpärchen

Schon ganz am Anfang des Frühlings kamen sie hierher, dort wo wir jeweils spazieren gehn konnte man immer ein besonderes Entenpärchen sehn. Der Flügel des Erpels irgendwie nicht ganz wie er sollte sein, er konnte nicht fliegen, vielleicht war er einem Fuchs entkommen, die Entlein haben unser Herz im Sturm übernommen.

Jedes Mal wenn wir am Bach entlang gingen, hielten wir Ausschau nach ihnen. Sie gehörten mit der Zeit einfach dazu, wenn ich sie nicht sah hatte ich keine Ruh. Ich schloss sie wirklich sehr ins Herz, sah ihnen zu wenn sie schwammen im warmen Abendschein den Bach hinunter, während das Ufer immer wurde lebendiger und bunter. Sie gründelten oft ganz friedlich vor sich hin, wenn ich sie sah, spürte ich Wärme in mein Herz einziehn. Ich weiss, ich liebe Tierlein einfach sehr und wenn ich ihnen lange zuschaue immer mehr. Darum war ich auch sehr traurig als ich den Erpel eines Tages einfach nicht mehr sah, nur sein Frau, die ihm ständig treu blieb, war noch da. Sie schien irgendwie traurig zu sein, sass lang noch auf Treibgut ganz allein und ich musste beinah weinen, wenn ich daran dachte, dass vielleicht nun doch ein Tier hatte den Erpel geholt und umgebracht, es ist etwas, dass mir noch immer ein wenig zu schaffen macht. Noch drei Tage schien die Ente auf ihren Partner zu warten, denn sie blieb immer an der gleichen Stelle, wo das Wiesenbort sich etwas über des Baches Oberfläche neigt, doch der Erpel, er hat sich nie mehr gezeigt.

Ich bin traurig, doch so ist das Leben, ich hoffe dass sein Tod nicht war vergeben! So wandle nun du süsser Enterich, in des Tierparadieses Gefilde hinein, mein Herz wird immer bei dir sein, ebenso bei deinem Weibchen, möge es einst wieder glücklich ohne dich sein!

 

 

 

 

 

Die Rotschwänzchen sind wieder da!

Jupeidie und trallala, die Rotschwänzchen, sie sind wieder da!Ich habe fast nicht daran geglaubt, denn von einem Jahr wurde den armen Rotschwänzchen ihr Nest auf unserem Dachbalken, von einigen dummen Jungen geraubt. Sie haben das Nest, das immer wieder war ihr Daheim hinunter geschlagen, das durfte nicht sein. Schade habe ich die Jungs nicht erwischt, sonst hätte es Ärger gegeben, denn die Rotschwänzchen gehören immer mehr zu unserem Leben. Doch nun sind sie doch wieder zurückgekommen, haben ein neues Heim gebaut, das erfüllt uns mit Freude und Wonnen.Sie haben sich nicht abschrecken lassen, es gefällt ihnen bei uns wohl einfach zu gut, das macht mir wieder neuen Mut. Dass sie immer wieder kommen werden, egal was geschieht, das ist doch eins der grossen Geschenke auf Erden. Sie vertrauen uns nun immer mehr und schon ist es wieder soweit und sie legen ihre Eier in das neue Nest hinein, damit die jungen Vöglein können dort glücklich gedeihn. So freue ich mich und juble in meinem Herz, denn wenn sie nicht mehr gekommen wären, hätte mich das erfüllt mit Schmerz.

Darum ihr lieben Rotschwänzchen klein, möget ihr gesund  werden und sein, damit ihr einst könnt fliegen in den blauen Himmel hinein…. und wiederkommen nächstes Jahr… das wäre wahrlich wunderbar!

 

 

 

 

 

Katzenschwänze/Schachtelhalm (8. Juli 2014)

Katzenschwänze, wie zäh sie sind, ihre Sporen verbreiten sich mit dem Wind.

Sie werden geliebt und gehasst zugleich, ihre Wurzeln durchziehn weites Erdenreich.

Sind sie einmal sesshaft geworden, bereiten sie so manchem Gärtner Sorgen.

Denn sie wuchern und wachsen ungehemmt, kein Gift, kein Feuer sie ganz verbrennt.

Ihr zähes Wurzelwerk, erhält sie am Leben und schon bald wird es wieder neue Triebe geben.

Irgendwie bewundere ich diese Pflanzen für ihre starke Natur, von Aufgeben bei ihnen, keine Spur.

Auch finde ich sie irgendwie schön, sofern sie nicht in meinen Beeten stehn. ;-)

Der Bahnlinie entlang wachsen sie sehr gern, ihre dichten Wedel sieht man schon von fern.

Wirklich, wie hunderte von Katzenschwänzen aneinandergereiht sie stehn, faszinierend anzusehn.

Auch als Heilpflanzen sind sie oft im Gebrauch, gut für Knochen, Blase und Bauch.

Schönes Haar und Nägel sollen sie auch geben, vielleicht werde ich sie selbst bald nehmen. ;-)

Katzenschwänze, schon Millionen Jahre gibt es sie auf der Welt, eine der zähesten Pflanzen unterm Himmelzelt

Sie sind ein Beispiel für eine besondere Kraft, die immer wieder neue Pfade erschafft.

 

     

Schlüsselblumen (18. April 2015)

Schlüsselblumen so fein und schön, nun endlich kann man euch wieder in Wiesen und Wäldern blühen sehn.

Ich liebe euch so sehr und freue mich jedes Jahr, wenn ich euch wiedersehen kann, denn euer hellgelbes Leuchten ist so lieblich und fein, ihr scheint vom Himmel zu stammen so rein.

Viele wundervolle Erinnerungen verbinde ich mit euch, schon so viele Jahre von meinem Leben, ihr habt mir schon als Kind so viel Freude stets gegeben.

Es war so schön zusammen mit meiner besten Freundin durch den Wald zu streifen, sich an euch zu erfreuen und auch sonst so viele Dinge der Natur zu begreifen.

Mit euch verbinde ich leuchtende Mutteraugen, wenn wir ein Sträusschen von euch nach Hause brachten und ihnen damit eine grosse Freude machten.

So ein Schlüsselblumenstrauss ist so wunderschön, eure Form eure Farbe lässt uns einen Teil der vielen Wunder des Lebens sehn.

Ihr seid wie Schlüssel zur Himmelstür, man sagt dass ein Englein einst zur Erde war gereist und seinen Schlüssel verlor, aus diesem Schlüssel seid ihr dann gewachsen empor.

Stets wenn ich euch sehe, erinnere ich mich an wundervolle Welten die jenseits der unseren sind und ich werde wieder zu einem Kind.

Ich freue mich auch anzusehn, auch wenn ich euch heut nicht mehr pflücke, weil ich nicht möchte euren Lebensfunken verglühen sehn.

Ich will euch heute nicht mehr in eine Vase stellen, auch wenn ihr mir so fein und wundervoll erscheint, ihr so vieles an Erinnerungen in mir vereint.

Und ich sehe mich wieder als kleines Mädchen durch die Wälder wandern, noch ohne Sorgen froh und frei so vieles war damals noch einerlei.

Darum seid gesegnet ihr Himmelsschlüssel fein, ihr werdet immer in meinem Herzen blühen und für immer dort bleiben und sein!

 

 

Buschwindröschen

Ich liebe es im Wald spazieren zu gehen, zu dieser Zeit, kann ich dort ein Wunder sehn.

Weiss leuchtet ihr mir schon von weitem entgegen, vom Himmel geschenkt ein kleiner Segen!

Wie der Hauch aus einem Feenreich, steht ihr gar dicht und anzahlreich.

Ihr gehört zu den frühen Frühlingsboten, Symbol der Auferstehung von den Toten.

Eine Mythe erzählt ihr seid einst Nymphen gewesen, noch mehr gibt es über euch zu lesen.

Magische Kräfte- der weissen Göttin geweiht, ihr einfach so bezaubernd seid!

Eure goldgelben Blütenstempel umsäumen ein hellgrünes Herz, betrachte ich euch, vergeht mein Schmerz.

Ihr seid so schön, doch von zarter Natur, jegliche Grobheit hinterlässt eine Spur. 

Wenn der Wind stark weht, eure scheneeweisse Schönheit gar schnell vergeht.

Die zarten Blätter schliessen sich in der Nacht, erst im Sonnenschein ihr zu neuem Leben erwacht.

So schnell seid ihr verdorrt, wenn man euch abreisst, oder der Regen euch zusetzt gar sehr, dann sieht man euch schon bald nicht mehr.

Doch noch steht ihr im Wald, in ganzer Pracht, umwebt von einer magischen Macht.

Buschwindröschen, niemand ist dir gleich, Anemone Nemorosa, du machst uns reich!  

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Information: (Andere Namen: Windröschen, Hexenblume, SchneebIümel‚ Schneeglöggli, Osterblume‚ Katzenblume, Windrose, Wind-BIüemIi, Augenblume, Bettseicher, -brunzerli.


Anemonen haben ihren Namen von "anemos", dem griechischen Wort für Wind. So war der Glaube verbreitet, die Pflanze würde nur bei Wind ihre Blüten öffnen. Zephyr, der griechische Gott des Windes, hatte ein Auge auf eine schöne Nymphe geworfen. Seine Gemahlin, Chloris (Flora), verwandelte diese daraufhin aus Eifersucht in das Buschwindröschen. In diese verliebte sich der Nordwind Boreas, der jedoch mit seiner Gewalt und seinem Ungestüm die Blütenblätter davonwehen ließ.

Als eine der ersten Pflanzen, die im Jahr ihre Blüten öffnet, kommt dem Buschwindröschen große magische Bedeutung zu („Hexenblume“). Vermutlich war die Pflanze in matriarchaler Zeit der „weißen Göttin“, der Göttin des Frühlings und der Unschuld, geweiht.
Plinius berichtet, dass Magier den Anemonen geheimnisvolle Kräfte zuwiesen und empfehlen, die ersten des Frühjahrs zu pflücken, in ein rotes Tuch zu binden, an einem schattigen Ort aufzubewahren und bei Bedarf später einem am drei- oder viertätigen Fieber Erkrankten aufzulegen. Auch hieß es, man solle die ersten drei Blüten, die man findet, verschlucken, um das Jahr über von Fieber, Zahnschmerzen und anderen Beschwerden verschont zu bleiben. Ein Brauch, der über die Jahrhunderte überlebt hat, war, die Blüten des Buschwindröschens zu pflücken und dabei den Spruch „Ich sammle das gegen alle Krankheiten“ zu sagen. Dann machte man daraus eine Kette und hing diese um den Hals eines erkrankten Menschen. In Tirol wurden die getrockneten Wurzeln und Blätter geraucht; dabei erzeugte der Rauch Zustände der "Hexenerkenntnis".

Das Buschwindröschen war aber auch mit einem Tabu belegt, da es zu den Sturm und Gewitter anziehenden Pflanzen gehört. Mancherorts galt es als Pflanze um böse Geister abzuwehren.

Einer anderen griechischen Legende nach steht das Buschwindröschen mit dem Mythos vom Tod und der Wiederauferstehung des Adonis in Zusammenhang: Die Anemone entsprang dem Blut des Adonis, einem zypriotischen Frühlingsheros und dem Geliebten der Venus. (Aphrodite von Paphos). Darin zeigt sich der Mythos der Auferstehung und Wiedergeburt. Allerdings ist da wahrscheinlich die Anemone aestivalis gemeint. In der christlichen Version entspringen die Anemonen entsprechend aus dem Blut von (verschiedenen) Heiligen. Das Buschwindröschen ist aber auch Sinnbild der sieben Schmerzen der Mutter Gottes Maria.

In China wird das Buschwindröschen auch als „Pflanze des Todes“ bezeichnet, da in China weiß die Todesfarbe ist.

Die Blüten-Essenz des Buschwindröschens soll helfen, alte weit zurückreichende („karmische“) seelische Probleme zu lösen.

Das Buschwindröschen - Geist des magischen Windes und der Auferstehung)

Regenschauder (10. Juli 2014)

Wenn der Regen fällt, dann ist das gut für die ganze Welt.

Dennoch, regnet es mehrere Tage, wird das für mich oftmals zur Plage.

Dann ist meine Inspiration dahin, worüber ich oft traurig bin.

Noch habe ich nicht gelernt damit umzugehn, im Regen kann ich kaum etwas Schönes sehn.

Alles ist dunkel und kalt und nass, das macht mir wahrlich keinen Spass.

Eine Tristesse liegt dann auf der ganzen Welt, was mir einfach nicht gefällt.

Noch weiss ich nicht wie ich diese Haltung ändern kann, so fang ich halt drüber zu dichten an.

Vielleicht hilft mir das, im Regenschauder, doch zu sehen einen Zauber.

Regenmuffel Alexandra, für heute bin ich raus, ich zieh den Regenmantel an, denn… es sieht nach Regen aus. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Regen... (5. Juli 2014)

Nach dem Regen, wie schön es ist, wenn die Sonne durch die Wolken bricht!

Wie funkelnde Diamanten, die Tropfen am hohen Gras, ach wie wundervoll ist das!

Glitzernd spiegeln sie die ganze Welt, etwas vom schönsten unterm Himmelszelt.

Es ist etwas Magisches daran, das man kaum beschreiben kann.

Eine dieser speziellen Stunden, wo man sich fühlt mit allem was lebt verbunden.

Und Dankbarkeit, sie macht sich breit, über der Erde Herrlichkeit.

Alles haben wir von ihr geschenkt bekommen, wir leben an einem Ort voll Wonnen.

Der Regen gibt stets wieder Leben, er hat uns das grünende Gras gegeben.

Auch der warme Sonnenschein, er hält am Leben Gross und Klein.

Diese beiden Dinge vereint, zeigt das ewige Liebe uns scheint.

 

  

Junge Felder im Sonnenschein (25. Juni 2014)

Junge Maisfelder im Sonnenschein, bewegt von Lüftchen, zart und fein.

Wie schön es doch ist, beim Spazierengehn, die vielen Felder anzusehn.

Jedes Feld hat sein ganz eignes Gesicht, wie der Bauer der es bestellt, ganz eigen ist.

Wenn man etwas näher schaut, diese Unterschiede einem immer mehr vertraut.

Da wehen Kornfelder noch grün im Winde, was ich besonders romantisch finde.

Ich fühle mich dann mit allem verbunden was ist, denkt sehr oft an Opa, den ich oft sehr vermisst.

Ich spüre dann ganz deutlich seinen Geist, der immer mal wieder zu uns reist.

Ich glaube er hat Kornfelder auch so geliebt, dass mir ihr Anblick in dieser Hinsicht so viel gibt.

Schliesslich gibt das Korn auch Brot, so wir nicht leiden müssen Not.

Auch Maisfelder habe ich sehr gern, ich denke dann an die Kindheit schon fern.

Wir spielten damals oft im Mais Verstecken, niemand konnte uns entdecken.

Wir haben dann auch Maiskolben gegessen, das erschien uns damals nicht vermessen.

Grüne Felder im Sonnenschein… bewegt vom Winde zart und fein.    

Rotschwänzchen (24. Juni 2014)

Jedes Jahr ist es wieder soweit, Ihr kommt zu uns zur selben Zeit. Wenn der Sommer wieder naht, seid Ihr zum Nisten schon parat.

Ihr macht uns immer grosse Freude in eurem hübschen Federkleide.

Das Schwänzchen orangerot wie der Abendschein, das Gefieder, es kann grau bis tiefschwarz sein.

Das Nest unter dem Balken im Vordach gibt‘s schon lang, einst lebten dort Spatzen, eine Saison lang.

Doch dann schlüpften die kleinen Spätzchen aus und verliessen wieder unser Haus.

Dann seid ihr Rotschwänzchen zu uns gekommen und habt unser Herz  im Sturm übernommen.

So freuen wir uns jedes Mal sehr, wenn ihr zu uns zurückkommt, übers Meer.

Manchmal glaube ich kaum wie weit ihr stets reist, und jedes Jahr uns wieder die Ehre eurer Gegenwart erweist.

Dieses Jahr seid ihr schon das zweite Mal am Brüten und eure Eier am Behüten.

Mama Rotschwanz sitzt täglich im Nest, der Papa übernimmt den Rest.

So hoffen wir sehr, alles klappt gut, dass ihr uns noch viele Jahre beehren tut.