Fragwürdige Anti- Raucher Kampagnen

Also ganz zu Beginn muss ich sagen, dass ich strikte Nichtraucherin bin. Nicht, dass es da noch Missverständnisse gibt. Ich hatte nie das Bedürfnis damit anzufangen und werde das wohl auch nie. Dennoch möchte ich auch mal ein gewisses Mitgefühl mit dem Rauchen der heutigen Zeit bekunden und mich trotz ihres, nicht unbedingt gesundheitsfördernden Gebarens, heute etwas mit ihnen solidarisieren. Warum das so ist, ich will es erzählen.

Vor einigen Tagen auf dem Spaziergang, als ich mich einmal mehr über die vielen Abfälle in der Natur ärgerte, fiel mein Blick auf ein weggeworfenes Zigarettenpäckchen. Obschon ich mich sonst niemals mit Abfallsündern solidarisiere (denn ich finde auch die Raucher sollten ihre Päckchen und Stummel ordnungsgemäss im Abfalleimer entsorgen), so tue ich es doch mit denen, die sich anständig verhalten und solche Päckchen, wie das Betreffende, erhalten haben. Darauf gross abgebildet ein unzufriedenes Paar im Bett, das sich scheinbar zerstritten hat.

«Warum wohl?» ging es mir durch meinen, oft zu viel denkenden Kopf. Ich schaute darum das Zigarettenpäckchen genauer an und unter dem desillusionierenden Bild des unzufriedenen Paares, las ich gross: Rauchen kann zu Durchblutungsstörungen führen und verursacht Impotenz. Bäm! Da habt ihr Raucher eins vor den Latz! Impotenz, also das geht nun wohl gar nicht. Das erscheint mir nun doch wahrlich etwas übertrieben. Die armen jungen Leute, welche eh schon unter enormem Druck stehen, was die Sexualität betrifft, müssen dann auch noch so was lesen. Das führte nun doch etwas zu weit, fand ich. Ich hatte mich bisher noch nie näher mit den Texten die auf den Zigpäckchen stehen befasst, da ich ja eben nicht rauche, aber nach meiner Recherche im Internet, stiess ich noch auf mehr solche effekthascherischen Slogans. Neben dem obligaten: Rauchen kann tödlich sein, Rauchen gefährdet die Gesundheit, Rauchen führt zu frühzeitigem Dahinscheiden, wurde auch immer wieder vor Impotenz gewarnt. Daneben gab es ausserdem noch schreckliche Schockbilder von verstümmelten Mündern, Organen etc. Wahrlich etwas dick aufgetragen das alles. Zumal Zigaretten auch noch so teuer sind, wie viele Raucher oft beklagen.

Auch wenn ich dafür bin, dass man das Rauchen nicht schönreden sollte, finde ich das dennoch zu übertrieben. Die Raucher werden schon sonst überall aus den Lokalen verbannt, was sicher auch seine Vorteile hat. (Ich mag es auch nicht, wenn ich aus einem Restaurant komme und wie ein Kaminschlot rieche, auch mag ich nicht, wenn ich zu oft oder zu lange passiv mitrauchen muss). Doch ich kann mir gut vorstellen, wie schwer das Aufhören oft sein kann, wenn man erst einmal mit Rauchen begonnen hat. Die meisten raren Raucher, die ich kenne jedoch, beklagen oft ihre Sucht und wollen gerne aufhören, nur können sie es trotz intensiver Bemühungen manchmal nicht.

Ich bezweifle jedoch den dauerhaften Effekt solch extremen Antiraucher- Kampagnen. Ich glaube, dass dies mit der Zeit eher zu einem Widerstand bei einigen Leuten führen kann, die dann erst recht anfangen mit dem Rauchen.

Ich finde es ziemlich perfid, dass man nun noch anfängt mit Impotenz zu drohen, perfid eben darum, weil schon sehr viel Unsicherheit in dieser Hinsicht besteht und man eigentlich damit ein Phänomen unterstützt, dass es in der heutigen Zeit eh schon zu beklagen gilt: Viele Menschen, vorwiegend Junge haben oft eine Vorstellung in ihrem Kopf, wie Sexualität sein sollte, vieles davon entpricht aber nicht der Realität. Ausserdem, der Gesundheitswahn greift wahrlich schon in zu vielen Beriechen unseres Lebens um sich. Und jene die bereits rauchen, werden dadurch noch mehr verunsichert, als es sonst vielleicht der Fall wäre. Zudem werden sie dadurch noch mehr gebrandmarkt, als sie es sonst schon sind.

Ich finde es so oder so nicht in Ordnung, jemanden auf diese Weise zu brandmarken und ihm irgendeinen Lebensstil aufzwingen zu wollen. Das ist sehr dual/ einseitig gelebte Propaganda, welche irgendwann vermutlich wieder zu einer Gegenbewegung führen wird, wo dann vor allem junge Leute, nur um ihren Widerstand zu bezeugen, wieder mehr rauchen werden und schliesslich haben wir dann erneut Zustände wie in den 70- er Jahren, als das Rauchen überall so exzessiv praktiziert wurde.

Die Nichtraucher Slogans werden immer krasser, immer extremer, man will um jeden Preis jegliches Rauchen ausmerzen, doch das darf auch nicht sein. Man sollte auch hier einen guten Mittelweg wählen, wie überall im Leben.

Darum schreibe ich diesen Text und sage den Rauchern: Ich habe Mitgefühl mit euch. Es ist nicht in Ordnung wie ihr in unserer Gesellschaft oft behandelt werdet. Wir alle müssen aufeinander Rücksicht nehmen und niemand sollte dem anderen sein Leben vorschreiben. Wenn ihr es schafft aufzuhören ist es toll, wenn nicht, ist es auch okay, denn jeder soll so leben, wie es ihm beliebt.  

Odyssee eines Konsum-isten

(Achtung Ironie!)

 

Wie wir ja alle wissen, gibt es einige ganz unterschiedliche Regierungs- und Wirtschaftsformen in unserer schönen Welt. Einige von ihnen waren erfolgreicher, einige etwas weniger und einige werden gerne von den ewig Gestrigen, zu neuem Leben erweckt. Während der IS in Syrien das Kalifat neu einführen will, streben Politiker wie der türkische Erdogan mit Leidenschaft eine neue Diktatur an. Indes wird in Nord-Korea Kommunismus munter mit Diktatur gemischt, in China gar Kommunismus mit Kapitalismus und so weiter. Der Kapitalismus hat so manche Gesichter, von rücksichtslos bis sozial. Darum wird über seine Definition auch oft gestritten. Doch eigentlich will ich nicht davon schreiben. Obwohl sicher der Kapitalismus als Grundlage von dem diente, was ich beschreiben will.

Es ist eine ganz neue Lebensart eine Lebensart, welche sich erst so in den letzten paar Jahrzehnten entwickelt hat. Es ist… der Konsumismus! Ja ihr habt richtig gelesen Konsum-ismus! Ich denke diese Lebensart ist tatsächlich weit verbreitet, ganz besonders in den wirtschaftlich starken Ländern, wie z.B. in unserem kleinen, feinen Schweizerland. Tatsächlich macht es mir manchmal den Eindruck, als ob dieser Konsumismus zu einer Art Ersatzreligion bei grossen Teilen der Bevölkerung geworden ist.  Dieser Text handelt von der täglichen Odyssee eines Konsumisten, zu denen wir uns alle sicher, mehr oder weniger, zählen können.

Während in der Nachkriegszeit noch überall auf den freien Flecken in Stadt und Land Kartoffeln angepflanzt wurden, um eine Hungersnot zu verhindern, werden heute vor allem neue Geschäfte gepflanzt. Von überall kommen sie her, aus allen Herren Ländern. Nichts hält ihren Vormarsch auf. Munter wird fusioniert, experimentiert, suggeriert und dazu verleitet immer noch mehr und mehr zu wollen. «Weil wir es uns Wert sind» «Nichts ist unmöglich» «Gib dem Alter keine Chance!» «Fühl dich schön!» «Geniesse den Tag» «Erlebe eine neue Dimension!» und was auch immer sonst noch wird uns da entgegengeworfen…

… Und auf einmal denkt man, dass man doch eigentlich schon mal was gegen die eigenen Nach-vierziger Falten oder gegen die Nach-dreissiger Pfunde unternehmen sollte. Flugs geht man ins nächste Geschäft und kauft sich eine Anti Aging Créme für 60 Franken und einen Weight Watchers Diätdrink. Falls letzterer wider Erwarten, nicht beim Abnehmen helfen sollte, geht man vorsichtshalber still und heimlich in den nächsten Kleiderladen (von denen es wahrlich eine Menge gibt) und kauft dort zur Sicherheit zwei identische Hosenpaare, in einer grösseren (40) und einer kleineren Grösse (38), damit es nicht so auffällt, sollte man dann doch mal die Grössere brauchen. Wenn man dann die Hosen gekauft hat, denkt man, es sei nun für alles gesorgt.

Doch dann erkennt man, dass man doch eigentlich auch noch ein paar Oberteile zu den neuen Hosen brauchen könnte und natürlich dürfen auch die passenden Schuhe nicht fehlen. Möglichst genug verschiedene Paare. Highheels für mehr Sexappeal, flache Ballerinas für Röcke, oder bequeme Schuhe für Jeans und Alltag.

Je nach Anlass sind vielleicht auch noch hochkarätige Turnschuhe für das geplante Workout- Programm nach dem Feierabend gefragt. Ach ja das Workout! Fitnessbekleidung sollte da schon auch noch sein. Man weiss ja nie, ob man nicht doch mal ins Fitnessstudio muss, sollte… wider Erwarten, das Workout allein zu Hause nicht so wirklich klappen. Da will man natürlich auch eine gute Figur machen. Zumal man im Fitnessstudio meistens mit muskulösen, fitten, straffen meist noch recht jungen Körpern, konfrontiert wird. (Oder ab und zu auch mal mit einem alternden, sehnigen Sport Freak, welcher seiner Midlifecrisis mit Fitness und Diäten entgegenwirkt. Denn immerhin gibt es dann vielleicht noch junge knackige Mädels welche ihn für seine Disziplin bewundern). Natürlich gibt es auch die ganz normalen Fitnessmacher dort, die einfach was für ihre Gesundheit tun wollen.

Ach ja, Gesundheit! Du meine Güte! Das hatte man ja ganz ausser Acht gelassen. Gesund leben ist ja auch ein sehr wichtiger Aspekt, sonst könnte es ja sein, dass man 10 Jahre früher das Zeitliche segnet, als geplant. Die Hundertermarke kann man so niemals erreichen. Oh, oh was tun? Bevor man mit dem Workout am Abend also beginnt, muss man noch kurz in die Drogerie um einige Vitaminpillen zu holen, um möglichen Mangelerscheinung entgegen zu wirken und dann noch in den Lidl, um genug Gemüse für einen fairen Preis, einzukaufen. Auch wenn man Gemüse eigentlich gar nicht so wirklich mag (also ich persönlich mag Gemüse). Aber was macht man nicht alles für die Gesundheit. Ein paar Nüsse und Knäckebrot noch dazu, Bio Dörrfrüchte und… Nein! Die Chips lässt man für dieses Mal aussen vor. Obwohl… da steht doch drauf: frische Kartoffeln mit gesundem Öl. Feine Zutaten. Man schaut sich um, ob einem auch ja niemand sieht und legt die Packung Chips neben das gesunde Gemüse. Das Süsswarenregal, welches einem schon seit Kindertagen stets magisch angezogen hat, versucht man so gut als möglich zu ignorieren. Doch da stehen die bösen Schokoküsse ausgerechnet wieder neben der Kasse. Neiiin! Aber, ach was sollst! Etwas muss man sich neben all dem gesunden Zeugs ja auch gönnen, also aufs Band mit den Schokoküssen!

Für das Workout ist es nun schon zu spät. Aber was weiter unternehmen? Das Facebook sollte man doch mal auf dem Handy checken, das ungefähr zwanzigste Mal heute. Was gibt’s da Neues? Ach, die eine Freundin, hat wieder ein Bild von ihrem Alabasterkörper gepostet. Hach, hach wie schafft die das nur immer? Es ist ja nicht zu glauben. Womöglich Photoshop? Ja, Photoshop sollte man unbedingt haben, um sich selbst mal in ein besonders gutes Licht zu rücken. Aber das gute Programm, nicht diese kleinen Billigprogramme, die nichts taugen. Man schreibt das vorsichtshalber mal auf die to buy Liste für nächsten Tag. Weiter wird gescrollt durch das endlose Universum des Sozial Network und wieder ein paar Adonis- und Venuskörper später, stösst man auf ein gewichtiges Werbebanner: Abnehmen ohne Probleme in wenigen Tagen! Darunter die Anpreisung einer Schlankheitspille die es scheinbar auch in der örtlichen Apotheke geben soll. Ebenfalls auf die to buy Liste setzen und dann weiter gescrollt.

Die Anzeige einer bekannten Modekette namens Zalando, springt einem ins Auge und auch da gibt es so manches was man einfach habe muss. Ein paar Klickst später, ist man um noch eine Hose, ein Oberteil, eine Jacke, ein paar Schuhe und eine dazu passende Tasche reicher geworden. Hoffentlich passt auch alles.

Ach ja, die eine Freundin hat ja noch ein paar Beautytipps hochgeladen, ihre Spezialität wie es scheint, denn sie sieht immer wie aus dem Ei gepellt aus. Man denkt, alle Leute die sich hier aufhalten sind schöner als man selbst ist. Und erst die Stars und Sternchen, die sich vorwiegend auf Twitter und Instagram tummeln, von ihnen gar nicht zu reden! Die schauen ja immer toll aus, trotz mehrerer Kinder und ihrem Verschleiss an Männern.

Ach, ach… es ist deprimierend. Jetzt braucht man ein Glas Wein und ein paar Chips, um den Kummer hinunter zu schlucken. Je länger man in den Social Medias herumsurft, umso frustrierter wird man. Man isst den ganzen Pack Chips und noch ein paar Schokoküsse dazu. Das wird sich wieder auf das Gewicht auswirken, aber der Kummer ist einfach zu gross. ;-)

Der Handybildschirm flackert auf und erlischt dann. Nichts hilft das Handy lässt sich nicht mehr aufstarten, es ist kaputt!  Nein, nein und nochmals nein! Das darf doch nicht wahr sein. Das Unglück übermannt einem und heulend wirft man sich auf das frisch gekaufte Ikea Bett. Das Leben eines Konsumisten ist wahrlich nicht leicht!

 

 

 

 

 

 

      

 

Modernes Facebookgeschwätz über Seelenpartner

(Achtung Gefahr von leichtem Sarkasmus!)

Gestern habe ich folgende Anzeige in Facebook gelesen, ich habe sie haargenau so wiedergegeben, wie sie dort stand. Nur die Frage- und Ausrufezeichen in den Klammern sind von mir ;-)

Es ging darin um Seelenpartnerschaften:

Wie fühlt Dein Seelenpartner wirklich?

Liebt er Dich (?!)

Gibt es eine gemeinsame Zukunft?

Und die wichtigste Frage:

Was kannst Du aktiv dafür tun, dass Ihr endlich (!) in eine glückliche Beziehung kommen könnt?

Auf all diese Fragen erhältst Du endlich (?) eine klare & ehrliche Antwort, damit Du genau weisst, was als nächstes zu tun ist (!)

Und Ihr endlich die Beziehung findest, nach der Du Dich schon so lange sehnst.

Deinen Liebesblick erhältst du für 20 €. (!)

Schreibe mir einfach eine private Nachricht oder hinterlasse einen Kommentar

Von Herzen für Dich

Annabella

 

Nun bin ich ja schon eine ganze Weile in Facebook dabei, was ich mir vor einiger Zeit niemals erträumt hätte. Doch ich haben erkannt, dass es auch viele positive Nebeneffekte gibt, wenn man dabei ist. Seither habe ich mehr Homepagebesucher und es ist auch sonst immer mal interessant die Beiträge zu verschiedensten Themen zu lesen und manchmal auch, welche selbst zu verfassen oder zu kommentieren.  Ausserdem kann man durch FB manchmal Einfluss auf das Geschick der Welt nehmen, wenn auch in kleinem Rahmen. Dazu kommt noch, dass man sich beinahe auf jeder Homepage durch FB einloggen kann. Nur um mal ein paar positive Dinge zu nennen.

 

Doch manchmal lese ich auch Dinge in Facebook, die mir Kopfschütteln bescheren (Ich bin ja nun Mitglied in einer spirituellen Gruppe welche Licht, Liebe, Leben heisst und dort hat es oft sehr gute spirituelle Beiträge, aber leider auch andere). So lese ich z.B. immer wieder seltsame Beiträge, wie ich sie am Anfang dieses Textes eingefügt habe. Vielleicht erkennt schon der eine oder andere, was ich meine, wenn ich von seltsam spreche.

Zuerst muss ich noch vorausschicken, dass ich auf keinen Fall anzweifeln will, dass es für uns alle irgendwo einen Seelenpartner gibt und wir ihn manchmal, wenn wir Glück haben, in diesem Leben sogar finden. Doch diese Art von Vermarktung der Thematik geht mir nun wirklich gegen den Strich.

 

Ich finde es geradezu lächerlich, wie einige Leute daraus Profit schlagen wollen. Noch lächerlicher finde ich, dass man Leuten, die schon in einer Partnerschaft sind weismacht, dass sie ihre Partnerschaft, genau nach ihren Vorstellungen zu formen vermögen. Meine Meinung ist, dass wenn man den Seelenpartner wirklich findet, diese Dinge gar nicht mehr nötig sind (auch die Frage, ob er einem wirklich liebt, stellt sich einem dann eigentlich nicht), weil einfach das grundsätzliche Verständnis und die tiefe Verbindung für- und miteinander besteht.

 

Wenn man denkt, man müsse seinen Partner sozusagen zwingen, so zu funktionieren wie man will, dann ist das eine konstruierte Seelenpartnerschaft, die dann früher oder später zum Scheitern verurteilt ist, weil man sich dann doch nicht wahrlich auf den andern und all seine Eigenheiten einlässt. Wenn man seinen Seelenpartner gefunden hat, dann ist es nicht nötig solch künstliche Realitäten zu kreieren. Denn man versteht sich auch so. Das muss nicht heissen, dass dann immer alles ohne jegliche Probleme abläuft, aber man findet stets zusammen einen gemeinsamen Weg, der schlussendlich für beide stimmt.

 

Viele sind gar nicht fähig ihren Seelenpartner überhaupt zu erkennen, wenn er auch vor ihrer Nase wäre. Denn sie sind zu sehr von ihren Vorstellungen und Wünschen getrieben und dadurch kann keine dauerhafte Seelenbeziehung entstehen. Warum wird heute immer und überall alles über das Denken gemacht! Warum konstruiert man solche schräge Realitäten, anstatt mit dem zu sein und zu fliessen, was ist? Vielleicht hat man den Seelenpartner gefunden, doch dieser wird ganz bestimmt bald wieder die Flucht ergreifen, wenn man ihn so mit den eigenen Vorstellungen unter Druck setzt. Und wenn er dann flüchtet ist das, meiner Ansicht nach, verständlich. Sowas erträgt ja wirklich kein unabhängiger Mensch, weder Mann noch Frau, auf Dauer.

 

Viele reden sich (vor allem, wenn sie frisch verliebt sind) ein, sie haben den Einen, Einzigen Mann, oder die Einzige Frau gefunden. Sie wollen es glauben um jeden Preis und denken: Das wird dann schon! Wenn ich mich nur genug anstrenge und es geschickt anstelle!

Humbug und… Scharlatanerie von denen, die das dann auch noch unterstützen! Es ist ein richtiger Witz manchmal. Und dann, wenn es nicht klappt, kann man es nicht glauben, da man ja dachte, dieser sei der Seelenpartner, doch dieser hat halt «ums Verrecken» nicht so funktioniert, wie man es sich gewünscht, oder gar eingebildet hat. Und dann bricht nicht selten eine Welt zusammen und alles ist einfach nur noch schlecht. Man geht in die Opferrolle und traut keinem andern Mann, keiner anderen Frau mehr, weil der/die doch eigentlich der/die Richtige hätte sein sollen. Eine wahrlich grosse Erwartung die man da an den anderen stellt! Man macht sozusagen den Partner für das eigene Glück verantwortlich und erkennt nicht, dass man erst sich selbst ganz und gar annehmen und lieben lernen muss. Aus dieser Eigenliebe, gepaart mit der Liebe und Annahme des Gegenübers, entstehen die schönsten Partnerschaften.  

Dieses Kontrolldenken das oft aus Angst und einer geringen Selbstsicherheit entsteht, hat so viele negative Auswirkungen und erstickt die fruchtbare Entwicklung in einer Partnerschaft, meist im Keim.

 

Ich staune immer wieder darüber, wie viele Menschen sich von Leuten, die solchen Unsinn verbreiten, beeinflussen lassen. Und dass diese Leute dann auch noch Geld dafür verlangen, ist unter aller Kanone! Da wird mit Träumen einer tiefen innigen Beziehung zu einem Seelenpartner gespielt und suggeriert, dass alles über den Verstand regelbar ist. Dass jeder sozusagen zum perfekten Seelenpartner geformt werden kann. Quatsch! Um den Seelenpartner zu finden, braucht es einfach vor allem ein offenes Herz (auch sich selbst gegenüber) und eine Fähigkeit mit dem zu fliessen, was ist. Manchmal stellt sich dann auf einmal heraus, dass man tatsächlich schon lange mit seinem Seelenpartner zusammenlebt und wenn nicht, dann ist es auch okay. Denn aus jeder Beziehung lernt man etwas.

Auf jeden Fall kann niemand sich herausnehmen, anderen zu sagen, wie sie ihren Seelenpartner finden, oder sogar formen müssen.

 

Das sind Dinge, die ich einfach mal loswerden musste, denn das Ganze geht mir langsam gehörig auf die Nerven. Und wenn jetzt jemand denkt, ich sei ja nur pessimistisch, weil ich ja eh meinen Seelenpartner nicht gefunden habe, dann lasst euch gesagt sein: Doch, ich glaube das habe ich tatsächlich! Und weil ich das habe, weiss ich, dass dieses ganze abgehobene Facebook Geschwätz über Seelenpartner, Blödsinn ist!

 

Viel Glück allen, beim wahren Finden ihres Seelenpartners. Er kommt, wenn er kommt und kommt er nicht in diesem Leben, dann vielleicht im nächsten. Doch erkennen muss man ihn dann und das kann man nur ohne so festgefahrene Vorstellungen und ohne, dass man sich auf die Worte irgendwelcher Scharlatane verlässt, die eh nur Profit aus der Not einsamer Herzen schlagen wollen!

Regen auf den Zelten

Dunkler Himmel, nasser Boden, so weit sind sie gezogen!

Nun sind sie hier gestrandet hoffnungslos voller Kummer und Schmerz, ihr Rechten, rührt das nicht euer Herz?

Wie hart seid ihr, wie grausam euer Denken, in Trauer es mich muss versenken.

Warum, warum, seht ihr nicht die Menschen, die Kinder all die armen Leute, die so schrecklich leiden, alle Hilfe wollt ihr vermeiden!

Ihr sagt wir schaffen das nicht, es sind zu viel, doch ist das nicht ein Trauerspiel?

Wo ist eure Herz ist es zu Stein geworden, warum, warum? Dieses Elend macht mich stumm.

Es sind Menschen nicht einfach irgendein Haufen bedrohlicher Vergewaltiger oder Unruhestifter an diesem Ort, es ist gib Familien gut ausgebildete, anständige Leute dort.

Was wollt ihr damit erreichen, lässt euch das alles so gar nicht erweichen?

Wie kalt müssen eure Herzen schon sein und ihr merkt es nicht mal, welcher Gram und welche Qual!

Regen auf den Zelten, nass voller Dreck und Schlamm, in mir da bricht dabei ein Damm

Und Tränen ergiessen sich über diese Welt, lebt doch ihr mal im Winter in so einem Zelt!

Ohne Decken ohne Schuhe ohne richtige Kleider oder zu essen genug, ihr verbreitet Lug und Trug!

Geht ein paar Schritte in den Schuhen dieser armen Leute, nicht erst morgen, lieber heute.

Hört auf eurer Herz, hört was es euch sagt, vergesst die Furcht die euch mit Dummheiten plagt!

Es ist unsere heilige Pflicht, diesen Menschen zu helfen, wenn wir es nicht tun, wir das Leid einst über uns senken wie eine dunkle Flut, ich frage mich, was ihr dann tut?

Regen auf den Zelten, nass und kalt, Kinder werden im Dreck geboren, alle Hoffnung alle Schönheit geht verloren.

Wacht auf wacht auf ich bitte euch, die ihr in euren warmen Häusern sitzt mit Heizung, Essen, eigenem Geld, wir sind doch eins und bewohnen zusammen diese Welt!

Es gibt nichts, es gibt nichts, dass an dem was ihr sagt richtig ist, denn niemals sollte das Mitgefühl auf diese Weise werden vermisst!

Das Blut, die Tränen aller, die wir in diesen kalten Zelten vergessen, wird über uns kommen noch Generationen danach und dann liegt alles wahrlich brach.

Denn es ist unsere Pflicht zu helfen, wenn wir es vermögen, vielleicht können wir dann abwenden das Elend und finden vielleicht wahren Segen!

 

 

Winterszeit? (2. Dezember 2015)

Der Klimawandel, leider real!

Winterszeit, stille Zeit, dennoch scheint es noch nicht so weit, dass die Stille wirklich Einzug hält, denn noch immer von Vogelgezwitscher erfüllt, ist die Welt. Dieses Jahr will nicht so richtig Winter werden, noch nie lag  Schnee auf der kahlen Erden. Die Sonne  scheint, es ist immer noch ziemlich warm geblieben, eigentlich das was Leute wie ich sonst lieben.

Doch manchmal denke ich, ist es gut für unsere Welt, dass einfach die Kälte nicht so richtig Einzug   hält? Denn es deutet immerhin darauf hin, dass die Jahre vorüberziehn; ohne dass wir viel haben erreicht um die Erderwärmung aufzuhalten, wir immer weiter schalten und walten. Ohne wirklich ein Ziel vor Augen zu haben, darum hört man auch immer mehr Klagen von den Naturschützern von Klimaforschern allzumal, denn alle Bemühungen wirken gar schal. Weil es immer wieder solche gibt, die sich gegen die Entwicklung stellen, weil sie einfach oft habgierig sind, wirtschaftliche Interessen verfolgen, oder einfach nicht wollen verzichten, irgendwann wird das alles das Klima vernichten.

Gerade machte ich  mir sehr viele Gedanken über alles was so geschieht auf der Welt, wie viel doch passiert unter dem Sternenzelt. Wir sind einfach so gleichgültig geworden in vielem, kümmern uns um niemand und nichts, so verblasst der Schein des wahren Lichts. Noch haben wir Licht durch die Sonne in rauen Mengen, doch irgendwann werden uns ihre Strahlen versengen und die Welt wird aus den Fugen geraten, so viele daran nicht zu denken wagen.

Zu wenig Liebe zu wenig Mitgefühl, zu wenig Respekt zu wenig Achtung vor dem Leben, wir entziehen und mehr und mehr dem Lebenssegen. Weil wir es einfach nicht schaffen über unseren Tellerrand zu sehn, manchmal kann ich das nicht verstehn. Doch auch ich bin noch verwöhnt, will auf vieles nicht verzichten, irgendwann wird mich vielleicht all das auch vernichten. Ich will immer mehr lernen, dass es unendlich wichtig ist, dass nicht mehr so viel in der Welt wird vermisst. Ich will versuchen die Menschen zu lieben, will die Natur achten und immer mehr für sie sorgen, dass nicht ihre Segen uns bleiben schlussendlich ganz verborgen.

Ihre hohen Geister die Wissen und die Weisheit in sich tragen, helft uns, helft uns, nicht immer zu versagen! Helft den Menschen, die leiden müssen um nicht zu verzagen. Helft jenen die sich um nichts und niemand kümmern, dass irgendwann das Licht wieder ihn ihren Herzen kann schimmern und sie erkennen können was wirklich zählt, das wir können verwandeln unsere Welt!  

 

Der Dämon Fanatismus (16. Nov. 2015)

Welch schreckliche Dinge doch immer auf der Welt geschehn ich kann das einfach nicht verstehn. Ein Elend ist es und in mir steigt auf eine Wut, die mir wahrlich kaum gut tut. Die einen bekriegen einander bis aufs Blut, fallen ab von allem Guten, das sie kannten, begeben sich in höllische Sphären, werden zu Verbannten.

Weil sie einfach nicht mehr sehen was wichtig ist, verlieren das Bewusstsein darüber was geht was nicht.

Verlieren ihre Seelen an einen falschen Gott-ein Götze, der sich Fanatismus nennt, der so viel quält und niederbrennt.

Sie merken nicht wie ihre Seelen selbst schon brennen im ewigen Feuer der Bosheit, aller Schlechtigkeit der Welt, sie begreifen nicht, dass das göttliche Licht ihr Leben schon längst nicht mehr erhellt. Denn wie kann Licht dort existieren, wo sich die Menschen so von Finsternis lassen führen?

Da werden Menschen die einst vielleicht gläubig waren verwirrt, verlieren ihren Weg, werden immer extremer, zu wahren Barbaren, die nicht scheuen andere zu morden, sogar sie zu köpfen, welch schreckliches Tun… Wie kann eine Seele nach solchen Taten, je wieder ruhn? Wie kann man mit terroristischen Taten, so treten des Lebenswerts- Gaben?

Wie kann es soweit kommen dass Menschen so verlieren ihren Pfad, so abfallen, verderben, so wenig Achtung noch haben vor dem Sterben?

So wenig darauf bedacht, was sie erwartet, wenn sie einst müssen gehen… Erkennen sie nicht, dass sie niemals in der wahren Märtyrer Gefilde können gelangen, wenn sie solche schlimme Dinge tun, sie müssen eher um ihr Seelenheil bangen. Denn Ursache und Wirkung wird sie einst einholen, keiner kann sich dem entziehn, sie werden irgendwann dasselbe Leid am eignen Leibe spürn.

Das kann ich wirklich nicht begreifen, ist da Dummheit noch das richtige Wort, ich glaube doch nicht, dass ist eher der Bosheit- Hort.

Das sind  Sünden die gibt es wirklich nicht mal so weit von uns, Gefahr durch sie droht mit der Zeit allen Menschen auf der Welt, wenn man es nicht schafft diese Berserker aufzuhalten. Man muss sie wohl vernichten, irgendwie muss man sie doch richten.

Eigentlich sollte ich meine Gedanken reiner halten, nicht diese Wut so spürn, nicht darüber grübeln so sehr, denn das hält mich ab vom Licht nur mehr.

Dennoch es ist schwer darüber zu stehn, keinen Zorn mehr fühlen keinen Hass, keine bösen Gefühle mehr. Das Gute im Menschen dennoch sehn.

ich kann das einfach nicht verstehn, hab manchmal Angst was kann entstehn.

Der Hass wird sich auch gegen viele richten die unschuldig sind, gerade weht ein kalter Wind.

So hoffe ich, dass wir werden geleitet werden in unserem eigenen Tun, das die Welt wieder irgendwann kann etwas ruhn.

Dass die Bosheit verliert endlich an Macht und die Welt zu einem neuen Tag erwacht!

 

 

 

Nun steh ich hier...

Nun stehe ich hier, nach meiner langen Reise, so lang war sie so voller Mühsal und Schmerz, gebrochen ist mein Herz. Ich stehe hier vor einer geschlossenen Grenze und höre die auf der andern Seite grölen: „Lass sie nicht rein, sie bringen nur Ungemach!“ was soll das ich tu euch doch nichts, will nur endlich aufhören zu wandern, von einer Stadt und einem Land zum andern. So weit gehe ich schon, mein kleines Mädchen auf dem Arm, ich versuche es zu halten warm. Es gibt nirgends einen Ort, auf kalter Erde müssen wir schlafen, ich kann die Kälte in diesen Herzen dort drüben nicht fassen. Sie tragen ihre Transparente vor sich her: „Keine  weiteren Asylanten mehr! Wir müssen und schützen, wir haben Angst vor ihnen!“ Was soll das denn, nach all diesen  Mühen.

Ich komme von so weit her, keine Hoffnung kann ich fühlen mehr. Alleingelassen in winterskalter Nacht, die Grenze von grellen Lichtern und den Gewehren bewacht. Ich will doch nur an die Wärme, etwas zu essen für mein Kind, das ich so liebe, liebt ihr eure Kinder nicht ihr dort drüben? Könntet ihr ertragen, wenn sie solch schreckliche Mühsal müssten erfahren? Ich hatte ein zu Hause, alles war gut, bis der Krieg ausbracht und nahm uns den Mut. Wir mussten weg, wir konnten nichts anderes tun, denn schreckliche Dinge passieren dort zur Zeit, ihr habt keine Ahnung, doch wir reisten so weit. In der Hoffnung Hilfe zu finden, in Ländern wo noch Frieden herrscht, ich wollte nur mein Kind retten, es bewahren von noch schlimmeren Gefahren.

Ich will nichts Böses, wäre gerne daheim geblieben, könnt ihr unser Leid nicht ein wenig nachfühlen? Versteht ihr nicht manchmal unsere Wut, darüber dass wir einfach nirgends finden einen Unterschlupf, haben kaum zu essen, wir haben so viel aufgegeben, alles verloren, ihr aber habt hier so ein gutes Leben. Es ist ja nicht für immer, nur eine begrenzte Zeit, bis es wieder ist so weit und wir können kehren in unsere Heimat zurück, Heimat ist es wo wir finden das Glück. Dieser Ort hier kann sowieso niemals unsere neue Heimat werden, weil hier alles Mitgefühl scheint zu sterben. Dennoch… wir brauchen einen Ort, wo wir bleiben können, einfach bis der Winter vorübergeht, bis der Krieg nicht weiter seine Wunden in unsere Heimat schlägt.

Hört mein Rufen hört mein Flehen, vielleicht lernt ihr dann etwas besser verstehen. Helft uns, helft meinem armen Kind, es so viele Kinder doch sind… die mussten so weit reisen, deren Füsschen wund sind vom weiten Marsch, deren Seelen sind gebrochen von all den schrecklichen Dingen, die hinter uns liegen, kann hier in diesem Land, nicht jemand sich zur Herzensgüte durchringen? Es wird euch gelohnt werden irgendwann, vielleicht ist euch selbst auch mal Angst und Bang und dann werdet ihr finden bei mir eine offene Tür, ich hoffe dass wir diese heut finden hier.

Chnuschti

ein besonders kräftiger Chnuschti!

Schon lange habe ich überlegt, ob ich diese Spezies Mensch mal beschreiben soll, ich dachte das ist zu banal, doch nun habe ich getroffen eine Wahl. Denn über Chnuschtis muss man einfach mal schreiben, das tue ich jetzt mal, denn manchmal können Chnuschtis sein eine Qual.

Chnuschtis sind meisten eher von etwas älterem Semester, natürlich gibt es auch Junge davon, doch was für eine Rolle spielt das schon. Chnuschtis sind meist eher altmodisch bürgerlich angehaucht, es gibt Orte, da gibt es Chnuschtis ziemlich viel, sie haben meist nur das eine Ziel: Ihre ewig gestrigen Ansichten unters Volk zu bringen und immer und überall darüber zu singen. Es sind meist viele Chnuschtis, die ihnen das alles auch glauben, die Angst davor haben irgendjemand könnte ihnen irgendwas rauben.

Chnuschtis können reich sein, aber oft sind sie einfachere Gemüter, sehen sich als von allem Traditionellen die Hüter. Chnuschtis sind meist nicht so offene Leute, leben lieber gestern als heute. Chnuschtis sind eher unfreundliche Gesellen, die sich auf die Seite der Ausgrenzung stellen. Mit Ausnahme natürlich in ihren eigenen Kreisen, dort helfen sie einander auf verschiedenste Weisen. (Vitamin B und so ist bei ihnen von Wichtigkeit, da gehen sie auch gern mal zu weit).Fleissig sind sie meistens schon, harte Chrampfer, das darf man ihnen nicht absprechen sicherlich, doch wenn es darum geht sich Neuem anzupassen, sträuben sie meistens sich. Alles war früher schliesslich besser als heute, sie sehen sich als arme Leute, die Opfer werden von allem Neuen was es gibt in der Welt, sie sehen es als Gefahr unterm Himmelszelt.

Chnuschtis wären dafür, wieder mehr Waffen zu Hause zu haben, um ihr Hab und Gut zu verteidigen allzumal, Pazifismus schmeckt ihnen meistens zu schal. Natürlich gibt es auch unter den Chnuschtis die ganz stillen Chrampfer, die nicht viel sagen, dafür sie sich am Stammtisch gern an einem Bierchen laben. Und wenn sie sich haben angetrunken ein wenig Mut, dann hauen sie auf den Tisch und äusser ihre Wut. Über die da oben, welche sie Interesse des Volkes eh nie richtig vertreten, die alles sind Verräter und nicht Opfer, nur Täter. Die alles sowieso nicht gut machen, die alle in den Untergang treiben und dabei noch lachen. Lobbyisten allesamt! So wird gepoltert und geschimpft, dabei sind sie selbst oft Lobbyisten, mehr als andere meistens noch, sie lassen ihre eigenen Vertreter, leben hoch. Denn die sagen noch was sie denken, ja das sind die die noch von der wahren Freiheit wissen, die so sehr die alten Zeiten vermissen! Als die Urväter sich noch stellten gegen die ganze Welt, das waren noch Helden, ohne Zweifel, die wussten noch was zählt. Heute alles Verräter mit den Feinden konspirierend allesamt, diese Gefahr so denken sie, muss unbedingt werden gebannt.

Also denkt ein Chnuschti: Grenzen zu ist das einzige Mittel das wirklich was bringt, keine Fremden mehr in unsrem Land, denn da liegt der Hund begraben, Überfremdungsängste lassen sie verzagen. Dann schreien sie, heben  ihre Fäuste, wollen sich die Hellebarde greifen und sich dem fremden Mann entgegenstellen mit aller Macht, dass der sich auf Kosten der geliebten Heimat, nicht noch ins Fäustchen lacht.

Chnuschtis sind allgegenwärtig nicht nur in unserem Land und manchmal denke ich eher diese Gefahr gilt gebannt. Denn die Chnuschtis an der Macht, das ist das was mir eher Sorgen macht. Natürlich sind nicht alle Chnuschtis gleich, das muss man schon noch sagen, aber leider ist es so, dass die viele von ihnen, dasselbe Banner vor sich tragen. Unter ihnen gibt oft zu viel braunes Gedankengut und dass kann doch wahrlich kaum sein gut. Ich will keine braune Welt, nein das macht mir Angst, so sehe ich mit etwas Besorgnis zu dem Chnuschtitanz und hoffe sie legen auch meiner Heimat nicht schliesslich noch um, den Totenkranz.

 

    

Fanatismus in der christlichen Kirche? (Bischof Vitus Huonder gegen Homosexuelle)

Liebe für alle!

Gerade las ich in einer Online Zeitung, folgenden Bericht: Der Churer Bischof Vitus Huonder, wird, wohl Post von der Graubündner Staatsanwaltschaft erhalten. Pink Cross, der Dachverwand der homosexuellen Männer hat Klage gegen ihn eingereicht.Anlass zu dieser Klage, gab ein Referat das Huonder an einem Kongress in Fulda (D) gehalten hatte und dessen Inhalt vergangen Woche bekannt wurde. (9. August 2015)

Dabei zitierte Huonder zwei Bibelstellen  aus Levitikus/3. Moses 18,22: „Schläft einer mit einem Mann, wie er mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen.  Oder: Levitikus 20, 13: „Schläft einer mit einem Mann, wie er mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen. Beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen!“

Pink Cross sieht das (verständlicherweise) als schlimme Hetze gegen homosexuelle Paare, da darin sogar zur Tötung selbiger aufgerufen wird.

Ich konnte es kaum fassen und habe noch im Internet den Vortrag des Bischofs nachgeschaut und tatsächlich, er stand nach eigener Aussage voll hinter diesen Worten!  Hier einen Auszug aus der fragwürdigen Rede:

6. Lv 18,22; 20,13 Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; das wäre ein Gräuel. Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen.  Huonder sagte dazu wörtlich: „Die beiden Texte legen, mit weiteren anderen Stellen der Heiligen Schrift, insbesondere im Buch Levitikus, die göttliche Ordnung vor, welche für den Umgang mit der Sexualität gilt. In unserem Fall geht es um die gleichgeschlechtliche Praxis. Die beiden zitierten Stellen allein würden genügen, um der Frage der Homosexualität aus der Sicht des Glaubens die rechte Wende zu geben. Die Aussage hat daher auch Bedeutung für die Definition der Ehe und der Familie. Da gibt es keine Vielfalt der Ehe- und Familienmodelle. Davon nur schon zu sprechen, ist ein Angriff auf den Schöpfer, aber auch auf den Erlöser und Heiligmacher, also auf den dreifaltigen Gott.“

Wenn ich solche Dinge lese, dann stellen sich mir die Haare zu Berge! Schon auch, weil ich gut mit einem homosexuellen Paar befreundet bin und auch weiss, dass zumindest der eine dieses Paares sehr gläubig  ist. Ich finde es wirklich traurig, dass in der heutigen Zeit noch solche Aussagen von christlichen Kirchenvertretern gemacht werden und ich staune manchmal wie blind manche Leute diesen Worten folgen und die Bibel wortgetreu auslegen wollen. Denn würde man alle Sätze der Bibel, vor allem im Alten Testament wörtlich auslegen und danach handeln, dann gäbe es Mord und Totschlag überall und oft wegen Kleinigkeiten. Das sind Dinge, die mich im Laufe der Zeit auch etwas bibelabtrünnig gemacht haben. Mir ist die Heilige Schrift zwar noch immer wichtig, aber ich nehme lange nicht mehr alles wortwörtlich, was darin steht. Ich habe schon früher, als ich noch eher in fundamentalistischen Kreisen verkehrte, einiges in Frage gestellt, und im Hinblick auf diese Regeln in Levitikus bin ich sowieso sehr skeptisch. Damals war eine ganz andere Zeit als heute und auch die Hintergründe und die Lebensart waren ganz anders. Ich glaube manchmal sogar, dass diese Regeln teilweise zum Schutz vor Missbrauch durch gewisse Menschen aufgestellt werden mussten. Damals waren ja auch noch Sklaven erlaubt (mit denen auch oft schlimme Dinge gemacht wurden). Also wirklich, heute Slaven zu halten, wäre doch undenkbar! Aber es gibt sie leider noch heute diese Fanatiker… Ja man kann wirklich Fanatiker sagen, Fundamentalist ist für diese Art Mensch fast ein zu hübscher Ausdruck! Denn Leute die noch heute glauben sie hätten ein Recht Sklaven zu halten, verabscheue ich und ich verabscheue auch Leute, welche sich auf schreckliche, oft grausame Art in Beziehungen von andern Menschen einmischen wollen, nur weil jene etwas anders leben als es gewisse moralische Instanzen  vorschreiben.  Ich finde, niemand hat das Recht andere so zu quälen. Denn welch eine Qual müssen Menschen erleiden, welche diese Neigung haben und glauben, sie um jeden Preis niederprügeln zu müssen, um von Gott geliebt zu werden?

Ich wage sogar zu behaupten, dass viele schreckliche Taten hätten verhindert werden können, wenn betroffene Menschen ihre homosexuellen Neigungen früher hätten leben dürfen, ohne deswegen verfolgt zu werden. Oder wenn es z.B. das Zölibat gar nicht gäbe. Das Zölibat stelle ich sowieso sehr in Frage. Da bin ich meilenweit weg von der Ansicht der katholischen Kirche. Ich habe das nie unterstützt, denn wenn man die Sexualität ständig auf diese Weise unterdrückt, pfeift es meist irgendwo heraus und das hat dann oft noch schlimmere Taten zur Folge, wie z.B. Kindsmissbrauch, was ich furchtbar finde. Doch über Kindesmissbrauch, gibt es in Levitikus wieder keine Regel (habe die Texte kurz überflogen). Es gibt auch im neuen Testament keine genauen Äusserungen dazu. Also wird Kindsmissbrauch nicht verurteilt, auch wenn dies wohl die schlimmste Form sexueller Neigung ist?! Da sind mir doch Leute, welche einfach einen gleichgeschlechtlichen erwachsenen Partner haben, den sie meistens auch von Herzen lieben, doch einiges lieber! Daran sehe ich nichts Falsches, es tut niemandem weh, es schädigt niemanden. Doch durch Kindsmissbrauch, werden schreckliche Dinge angerichtet und andere, junge Leben zerstört. Ich stelle darum eine provokante Frage: Haben die Priester, welche Kinder missbrauchten das getan, weil es darüber keine klaren Regeln in der Bibel gibt? Das wäre schon bedenklich. Also nur weil jetzt darüber nichts in der Bibel steht, darf man das einfach tun und alles andere, dass erwähnt ist nicht? Das wäre ja schrecklich!

Sichtweisen wie die von Huonder sind einfach nicht mehr zeitgemäss! Wir leben heute doch ganz anders. Die Strukturen sind total anders geworden und wir haben viel mehr Wissen als noch zu Zeiten von Moses. Ich glaube ganz fest an die Liebe und Barmherzigkeit Gottes und daran, dass er alle gleichermassen liebt, ob nun homosexuell oder nicht. Er liebt auch jene, die ich nicht mehr zu lieben imstande bin. Seine Liebe ist so grenzenlos und ein Homosexueller, kann seiner Liebe genauso teilhaftig werden, wie jemand der Hetero ist. Es macht für mich keinen Unterschied und ich glaube auch für Gott nicht. Die Unterscheidungen machen eh nur immer die Menschen. Jeder Mensch hat doch auch seine Aufgaben und seinen Platz in dieser Welt! Ausserdem ist doch der freie Wille das höchste Gut, warum dürfen diese Menschen nicht so leben, denn sie schaden ja niemandem, höchstens vielleicht dem Moralempfinden einiger andern.

Ich finde es wirklich bedenklich, wenn ich sowas von einem kirchlichen Würdenträger lese. Gerade diese sollten doch wirklich ein Vorbild sein, in ihnen sollte sich die unendliche Liebe Gottes spiegeln und sich auf die andern Menschen ausbreiten. Das wäre doch die Aufgabe dieser Kirchenmänner! Kein Wunder, wenden sich immer mehr von der Kirche ab, wenn diese noch immer diese  ewig gestrige Predigten hält! Wir leben heute, wir leben in dieser Zeit und nicht im Mittelalter, oder zu Zeiten Moses! Die Worte der Bibel haben sicher noch immer Gültigkeit, aber in ihrer Kernaussage nicht in alten Regeln, die im Alten Testament z. B. noch Jahrtausende vor Christus aufgestellt wurden! Die Kernaussagen kommen durch Christus zum Ausdruck, durch sein Leben, sein Wirken, sein Sterben! Er hat das alles getan, damit die Menschen mehr anfangen zu lieben, erkennen was wirklich zählt. Er hat es vorgelebt und daran will ich mich halten. Alles andere ist Beigemüse, das es heute eigentlich gar nicht mehr braucht, denn es gibt schon Gesetze und Regeln, die diese Dinge festhalten in unserer Gesellschaft. Die Kirchen und Religionen sind nach wie vor wichtige Instanzen, doch sie haben nicht das Recht, den Menschen solches Leid zuzufügen, indem sie es sich herausnehmen andere zu verdammen, die von alten Regeln abweichen, die heutzutage unbedeutend sind. Wir sind verpflichtet alle zu lieben und es ist auch ein Ziel, dass man sich vornehmen kann. Wir tragen die Verantwortung in allem was wir tun. Wenn wir anderen Menschen auf solche Weise Leid zufügen, sie ausstossen oder gar töten (wie es der IS z.B. gerade tut), werden wir zur Rechenschaft gezogen. Oder viel mehr… wir ziehen uns selbst zu Rechenschaft, weil wir gegen wichtige Grundgesetze wie Mitgefühl, Liebe, Barmherzigkeit etc. verstossen. Homosexualität sehe ich NICHT als Sünde an. Es ist einfach eine Neigung, die von den gängigen Vorstellungen einer Partnerschaft abweichen, aber niemandem schadet.

So finde ich es ganz richtig, dass Vitus Huonder für seine Aussagen Rechenschaft ablegen muss, zumal er als kirchlicher  Würdenträger tatsächlich zu Gewalt gegen Homosexuelle aufgerufen hat. Denn es steht in seiner Rede klar und deutlich, dass diese mit dem Tod bestraft werden müssen. Nicht, dass ich glaube, er würde jetzt jemand Homosexuellen töten, aber er stiftet gewisse, einfachere Gemüter eindeutig dazu an und das sind Zustände, die man in einer modernen Gesellschaft nicht dulden darf! So beten wir doch alle um etwas mehr Weisheit für Vitus Huonder und jene, die seinen Worten vielleicht  folgen wollen! Aber auch ganz fest dafür, dass diese Rede keine solch schlimmen Auswirkungen hat, wie teilweise befürchtet wird.

 

 

 

 

Körperlichkeit und Seelenfrieden (5.Mai 2015)

Sich selbst lieben

Gerade las ich in der Zeitung auf meinem Handy folgenden Bericht:

Eine Schweizer Studie zeigt: Kaum aus der Primarschule, eifern Jugendliche schon dem „idealen“ Körper nach. Schuld daran seien Werbung und soziale Medien. Das Problem, dass bei Mädchen schon längst bekannt ist, hat nun auch die Jungs erfasst. Fast 80% Der 13- 15- jährigen sind mit ihrem Körper nicht zufrieden und finden, sie müssten mehr Muskeln haben. Was bei den Buben Muskeln sind, ist bei den Mädchen ein schlanker Körper. Mehr als die Hälfte der 13- 15- jährigen fühlen sich zu dick. 75% der Mädchen würden gerne abnehmen. Eine Untersuchung des WHO zeigt, dass man oft beobachtet, dass die Jugendlichen Sport treiben um abzunehmen, aber nicht um Spass zu haben… (26. April 20- Minuten Zeitung)

Gleichzeitig machte ich immer mehr die Beobachtung, dass sehr oft vor allem junge Männer auf unseren grossen Pausenplatz kommen, um dort hart zu trainieren. Es werden immer mehr von ihnen, was mich dann auch zu diesem Text und zu einem Gedicht inspiriert hat. Ich finde es ehrlich gesagt, schon etwas alarmierend, dass die Jugendlichen immer mehr Wert auf solche Dinge legen und sich oft an so unrealistischen Idealen orientieren. Dabei lassen sie oft ihren Gesundheitszustand aussen vor, konsumieren z.B. schon Anabolika, oder überlasten ihre Gelenke, welche oft noch im Wachstum sind. Ich finde es kann nicht gesund sein, seinen Körper in so jungen Jahren schon auf solche Weise zu quälen. Auch glaube ich, dass der der Körperkult der uns heute sehr oft aufdoktoriert wird, kaum der Seele eines so jungen Menschen (oder manchmal auch den Älteren) zuträglich sein kann. Heute werden an allen Ecken und Enden irgendwelche Vorbilder hingestellt und diesen sollte man dann nacheifern, ob man nun Spass am Training hat oder nicht. Das hat oft viel Elend zur Folge. Warum sonst werden immer mehr Fälle von Magersuch (Bulimie) bei jungen Mädchen festgestellt? Warum gibt es immer mehr Depressionen, schon bei ganz jungen Menschen? Ich glaube dass der exzessive Körperkult, der heute gepflegt wird, auch viel damit zu tun hat. Das werden Pfündchen erblickt, wo gar keine sind, da wird jedes Haar am Körper als eklig angesehen und in Foren und auf sonstigen Internet Plattformen werden alle niedergemacht, welche den vorgegebenen  Lebensstil nicht pflegen wollen. Auch die verschiedensten Stars, Sternchen und Models tragen oft dazu bei, dass jemand der vielleicht eine etwas andere Figur hat, sich unvollkommen fühlt.

Ich will endlich wieder mehr normale Menschen sehen… überall, Menschen die nicht ihre ganze freie Zeit nur mit Diäten und Fitness verbringen! Denn für ein Sixpack muss man hart arbeiten und viel trainieren und nicht bei jedem besteht das Leben nur aus diesen Dingen. Es gibt auch noch andere Interessen auf der Welt, auch wenn diese oft aussen vor gelassen werden. Es gibt noch mehr als diesen Fitness Hipe! Wir sollten uns das wirklich wieder ins Bewusstsein rufen! Die Sängerin Pink ist da ein gutes Beispiel. Sie hat etwas zugenommen nach der Geburt ihres Kindes und wurde bereits von so manchen Leuten deswegen beschimpft. Sie jedoch sagte, dass sie glücklich damit sei und sie einfach nur mal das Leben geniessen will, ohne Training etc. und dass die andern das nicht zu kümmern hat. So ist es wirklich.

Auch dieser Jugendwahn der ständig betrieben wird: Nur jung ist schön. Dabei kennt Schönheit doch eigentlich kein Alter, es ist nur eine etwas andere Art von Schönheit in der Jugend und im Alter. Wir dürfen doch alle so alt aussehen wie wir sind, müssen wir denn als 40- jährige immer noch anstreben wie 20 auszusehen? Wozu das alles? Ich bin vor allem die letzten Jahre zur Erkenntnis gelangt, dass es nicht meine Pflicht ist wie 20 auszusehen, das überlasse ich den wirklichen 20- jährigen. Die Jugend hat ihre Qualitäten und das Alter auch. Es geht um das Verhältnis zum eigenen Körper und den Seelenfrieden. Es gibt Menschen, die sehr viel Wert auf ihr Äusseres legen, heute finde ich, mehr denn je. Ich finde es im Allgemeinen gut, wenn man Sorge zu sich trägt, sich auch pflegt und nicht gehen lässt, doch vieles erscheint mir in der heutigen Zeit übertrieben. So lange wir nicht aufhören, oft unrealistischen Idealen nachzurennen, werden wir den Seelenfrieden nicht finden. Das wird noch viel zu oft gemacht und besonders die etwas älteren Generationen, sollten ihren Kindern ein gesundes Körperbewusstsein vermitteln. Ein Körperbewusstsein, dass nicht so abhängig ist, von dem was uns da serviert wird. Ich bin auch dafür, dass man auf die Gesundheit achtet, gehe gerne und oft an die frische Luft, achte auch auf meine Ernährung, doch ich geniesse es auch gern mal. Auch geniessen muss möglich sein, sonst führt das alles nur zu endloser Selbstkasteiung und was haben dann schlussendlich die Beteiligten davon?  Auch wenn der Körper ein wichtiger Tempel ist, heisst das nicht, dass wir ihn bis zum Äussersten „quälen“ müssen, dann  nämlich würdigen wir die Seele die in ihm wohnt auch nicht mehr genug. Denn die Seele braucht auch mal einem Moment wo sie einfach fliessen kann, wo sie sich erholen kann von allen Strapazen, die der Alltag sonst mit sich bringt. Doch wenn es nach der Schönheitskult- Community von heute geht, dann dürfte man sich niemals Ruhe gönnen und Genuss jeglicher Art ist untersagt. Wenn man dann mal einen „Fehltritt“ begeht, muss man einfach doppelt so lange joggen, oder Gewichte stemmen, um die angefutterten Gewichte sogleich wieder los zu werden. Doch ist das ein Leben dass ich will? Ist das ein Leben dass wir wollen? Einige davon vielleicht, aber lange nicht alle. Darum sagte ich euch, wie ich es immer und immer wieder sage: Lernt euch so lieben wie ihr seid, ihr seid wertvoll, so wie ihr seid!! Der Körper ist nicht der einzige Lebensinhalt. Wenn wir doch ganz ehrlich sind, ist das doch eigentlich eine First world problem- Erscheinung. Ein Mensch in der 3. Welt,  würde sich über solche Dinge niemals Gedanken machen, weil er täglich dafür sorgen muss, dass er und seine Familie wenigstens etwas zu beissen haben. Wir werden meines Erachtens nach immer dekadenter. Immer exzessiver betreibt die Menschheit diesen Körperkult, dabei wird überhaupt nicht mehr darauf geachtet, was eigentlich schlussendlich zählt und was wertvoll ist.

Warum eigentlich? Warum beginnen wir uns nicht wieder an ganz normal Sterblichen zu orientieren? Ich will mein Leben noch geniessen und ich kann das im jetzigen Alter sogar besser, als damals als ich noch jung war. Ich war damals noch viel weniger im Reinen mit mir selbst, als heute (trotz eines schlanken, jungen Körpers). Ich gefalle mir echt so wie ich jetzt bin und ich finde alle sollten sich so gefallen wie sie sind. Vergesst diese Ideale! Viele Models leben davon ihren Körper zu präsentieren, dementsprechend arbeiten sie auch dafür und das ist in Ordnung und würdige ich auch. Aber warum müssen alle ihnen nacheifern? Warum orientiert man sich auch immer mehr an den Bildern in Pornos, die doch auch von Leuten besetzt sind, die ihren Körper als Kapital einsetzen? Für diese Leute ist das auch ein Job, den sie so gut machen wie sie können, dafür arbeiten sie ebenfalls hart und haben die einen oder andern Tricks auf Lager. Doch diese Bilder haben nur wenig mit der Realität zu tun. Es ist eine Illusion die es zu präsentieren gilt, ebenso wie die Models und die gutaussehenden Stars es tun. Die meisten von ihnen haben eh ihren eigenen Trainer und ihren eigenen Ernährungsberater, dazu noch einen Koch, der die gesunde Nahrung zubereitet. Das ist für unsereins undenkbar. Doch das ist auch nicht nötig, wenn wir uns selbst lieben und unsere Seele würdigen. 

 

   

  

Fitnessboom

Fitnessboom Fitnessboom, alles dreht sich heut darum.

Überall sind sie zu sehen, jene die es lieben zu trainieren die ganze Zeit, alles an ihnen nach Fitness nur schreit.

Sie machen Krafttraining in den Pärken, auf Plätzen und Pfaden, einige genug Geld für das Fitnessstudio haben. ;-)

Überall sieht man sie, es ist beinahe eine Plage, nein ich bin nicht neidisch, was ich hier lieber noch sage.

Ich denke einfach, dass es verschiedene Arten von Power geben kann, ein Fitnessfreak ist nicht jedermann.

Viele sagen nur Sixpacks und Muskeln sind schön, alles andere das kann doch nicht gehn.

Doch es gibt sie auch noch die grossen Geniesser, welche gerne ein Gläschen Wein geniessen, ein feines Essen essen, andere Hobbies haben und sich nicht immer mit andern müssen messen.

Die nicht stemmen Gewichte und Stangen, die mit einem Pfündchen zuviel nicht gleich anfangen zu bangen.

Oder die es lieben, einfach mal nichts zu tun, auch das braucht es, um innerlich zu ruhn.

Nichts gegen fit sein oder Sport allgemein, doch muss es gleich so exzessiv sein?

Es braucht nicht nur die gestählten Leiber, bei den Männern und den Weiber. (sorry, reimt sich gerade so schön!).

Bei denen sich alles um ihre Muskeln, ihren Körper dreht, denn dadurch auch oft viel Leid entsteht.

So sollen jene die wollen ihre Fitness machen, doch auch den andern die sich interessieren für andere Dinge, ihren Frieden lassen.

Jeder ist anders, dass ist in Ordnung finde ich… ein Fitnessmuffel verabschiedet sich!

 

 

 

Das Abfallproblem- Spiegel unseres (Zeit) Geistes?

Als ich heute mit meinem Mann und dem Hund spazieren ging, kamen wir an einer Stelle vorbei, wo durch das Unwetter in den vergangenen Tagen, eine junge Weide in den Bach gestürzt war. Noch hat man diesen Baum nicht entfernt und heute sahen wir, wieviel Abfall sich dort bereits angesammelt hatte. Einmal mehr wurde uns bewusst, wieviel heute doch eigentlich einfach achtlos in die Natur geworfen wird. Dort liegen Säcklein von allen erdenklichen Geschäften herum, dort hängt ein Becher an einem kleinen Busch (fast eine philosophische Art der Abfallentsorgung) und dort liegen leergetrunkene Pet- Flaschen, Büchsen und Zigistummel neben einer Bank. Ein Überbleibsel des meist jugendlichen Saufgelages, von letzter Nacht. Da wundert es einem nicht wenn Ausrufe von grünen Parteien und Naturschützern laut werden, die fordern: „Weg mit den Säckchen in den Läden, Umstellung auf Flaschen, Mülltrennung, Abfall ist Mord für die Tiere!

Tatsächlich werden wirklich einige tausend lebendige Wesen nur schon durch das herumliegen von halbvollen Bierbüchsen erledigt: Gegrüsst das Schneckenbier (das kennen aber wohl nur Eingeweihte, die die Büchsen zusammenlesen), das widerlicher riecht, als so manches auf der Welt und dann diese aufgelösten Schnecken, erstickt in ihrem eigenen, zerfliessenden Schleim… ein tödlicher Biergenuss! Doch noch nicht genug! Das Meer ist voll mit Plastikpartikeln, an denen Fische und andere Meereslebewesen jämmerlich zugrunde gehen, ausserdem die armen Kühe, welche möglicherweise einen Pet- oder Büchsendeckel, Plastiksäcke, oder Zigipäckchen widerkäuen müssen, sich an Alu oder Metall verletzen und daran ebenfalls nicht selten, zugrunde gehen.

Wenn die Aussage: Wie innen so aussen, wie aussen so innen stimmt, dann müssen wir uns wirklich ernsthafte Gedanken machen, was für ein Abfallberg unsere Herzen erst sind, wenn wir unsere Lebengrundlage, die Natur- Mutter Erde, so verschandeln. Warum eigentlich machen wir das heute so? Was bewegt die Menschen zu diesem achtlosen Wegwerfen ihrer Abfälle? Ich habe mich das schon oft gefragt. Eine Frage mit der sich das Hauswartpaar einer Schule jeden Tag herumzuschlagen hat. Doch nicht nur auf dem Schulgelände werden fröhlich die eigenen Abfälle und Zigistummel entsorgt, obwohl rauchen und Alkohol dort eigentlich verboten wären und es wahrlich fast pro Quadratmeter einen Abfalleimer hat (jetzt mal etwas übertrieben), sondern auch am Waldesrand. Mein Mann ging an Sonntagmorgen mal allein mit dem Hund und hatte ausnahmsweise kein Hundesäcklein dabei. Als unser Hund dann sein Geschäft verrichtete, da beschloss mein Mann sich mal im Wald nebenan nach Säcklein umzuschauen. Er meinte die Auswahl dort sei erstaunlich gewesen. Alles Spuren unserer Überflussgesellschaft, vom Wind unter den Tannen, verweht… Wirklich bedenklich, nun wenigstens musste mein Mann den Hundekot nicht liegen lassen, denn ein Häufchen Hundekot im Wald ist schliesslich das viel schlimmere Verbrechen als Plastik und Alu im Wald, nicht wahr? Nun leider gibt es in unserem schönen Schweizerland oft mehr Hundehasser, als Abfall-in-der-Natur- Hasser, irgendwie stimmt mich das nachdenklich, ich weiss nicht so recht. Denn bestimmt tötete der Abfall in der Natur schon mehr Lebewesen, als die Hunde der ganzen Schweiz es je vermögen würden. Aber ja, Hunde sind schon das grössere Übel, für manche… leider.

Was bewegt also die Menschen dazu sich so zu verhalten? Warum hat es so viele, denen jeder Schritt zum nächsten Abfalleimer zu weit, oder deren Jackensack zu klein ist, um ein Taschentuch bis dorthin zu tragen? Was bewegt die Leute dazu, ihre Zigistummel anstatt in einem Becher und dann in einem Kübel zu entsorgen, diese als „Dekoration“ der viel zu grünen Wiese, liegen zu lassen? Das ist wohl moderne Kunst, heute darf sich ja bald alles Kunst nennen (oder schimpfen). Oder ist einfach eine Leckt- mir doch- alle- Generation am Heranwachsen- viele davon sind sogar schon ausgewachsen, noch schlimmer! Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm, auch in der Abfallfrage, so scheint mir.

Denn wie sollen Kinder lernen achtsam mit der Natur umzugehen, wenn ihre Erziehungsberechtigten es ihnen nicht vorleben und einfach ihre Petflasche, oder die Plastiktüte ihrer Sandwiches in den Bach werfen, wo dann die Fischein oder die eben geschlüpften Kaulquappen hineinkriechen und ebenfalls elend zu Grunde gehen? Alle Amphibien sind ja neuerdings geschützt, das ist sicher deswegen nötig gewesen ;_). Nein, Scherz beiseite, die armen Amphibien haben unter einer andern Erscheinung unserer Zeit zu leiden: Es gibt zu wenig Lebensräume in der schönen Schweiz für sie und die wenigen Lebensräume die es noch geben würde, werden dann noch mit Abfall verschandelt. Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit? Leckt- mir, oder Fuck-you Stimmung, innerer Abfallberg, der sich nicht so einfach beseitigen lässt? Oder einfach schlecht erzogen? Die Antworten darauf sind nicht einfach zu finden, doch man sollt immer mehr nach solchen Antworten fragen. Die Natur und Tierlein und auch betroffene Menschen, werden es uns sicher danken!