Zelt- Ferien vom 20.-25. Juli in der Innerschweiz

Diese eher kleineren Gedichte, schrieb ich als wir in den Zelt- Ferien in der Innerschweiz waren. Wir haben einige Dinge angeschaut und all das inspirierte mich. Ich hoffe sie gefallen Euch.

Luzern

Luzern, Luzern du schöne Stadt, wie hab ich dich so gern.Immer wieder kehre ich zu dir zurück, immer ein kleines Stückchen Glück.Soviel durfte ich hier schon erleben, immer hast du mir so viel gegeben.Ich liebe es deiner schönen Promenade entlang zu gehn und die vielen Schwäne und Enten zu sehn.Tief verbunden fühle ich mich mit allem hier, du bist der Innerschweiz's besondere Zier.So friedlich ist es hier, eine besondre Energie die spür ich bei dir. Es ist schwer es zu beschreiben, doch will ich mit diesem Gedicht dir meine Liebe mal zeigen. So viele Empfindungen, hab ich an diesem Ort, für mich ein Erholungs- und Friedens Hort. Vielleicht ist es so, weil ich glaube, dass ich einstmals hier lebte, als der Urschweizer Geist noch wahrlich wehte.

Lange Zeit ist seither vergangen, heute beginne ich manchmal um unsre Zukunft zu bangen.Viele komische Blüten beginnt heut der Schweizergeist zu treiben, Strömungen die ich lieber meide.Viele nehmen zum Vorwand, dass sie unsere Heimat nur wollen bewahren, dabei schaffen sie nur mehr Gefahren.Freundschaft, Loyalität und Dialoge pflegen, das haben uns unsre Ahnen als Lehre gegeben. Geliebtes Luzern, weil du für mich all das verkörperst, hab ich dich auch so gern!Bei dir sind alle herzlich willkommen, sie erleben hier die verschiedensten Wonnen.Flanieren kann man hier unter der Bäume Schatten, dem Ufer entlang im Wasser waten.Einiges Interessantes gibt es  hier zu sehn, damit alle unseren Ursprung verstehn.Auch Einkaufen macht hier grossen Spass, essen und trinken kann man hier mit, oder ohne Mass.

Doch vor allem liebe ich dich auch sehr, weil ich hier lernte über mein Leben so viel mehr.All die Meditationen die ich hier schon gemacht, wie oft ich habe über so manches nachgedacht. Das kann man hier in Luzern sehr gut, dass gibt mir Freude und immer neuen Mut. Darum Luzern bleib wie du bist, meine Liebe zu dir sie niemals erlischt.

 

 

 

 

 

Aareschlucht (22. Juli 2015)

Aareschlucht, du bist wunderschön, es war wirklich wert dich zu sehn. So voller Gewalt, deine Wasserkraft, welche immer wieder neue Bahnen sich schafft. Stark fliesst sie durch das Beet des Flusses mit lautem Tosen. Ein schmaler Steg nur, der über dir die Felswand entlangführt, man deine Gischt und Macht dort sieht und spürt. Es ist ein atemberaubender Anblick, ein Naturschauspiel ohnegleichen, für die Armen wie die Reichen. Alle fühlen sich im Angesicht dieser Gewalt, irgendwie klein und unbedeutend oftmal, deine Besucher so viele an Zahl.  Wie manch tausend Füsse, haben diesen Steg schon betreten, haben sich gefreut an deinem kühlenden, schattigen Segen.  Manchmal führt der Weg durch dunkle Höhlengänge, immer wieder durchbrochen mit Felsplateaus, von denen aus, man die tosenden Wasser kann unter sich fliessen sehn, einen Teil der Gewalt der Natur etwas besser verstehn.

Wenn man nach oben blickt, steile überragende Felsen, gezeichnet von deinen Wellen, die schon Jahrtausende wirken und sich tief eingruben, in des Steines harte Kruste, soviel Gewalt dies Wasser doch haben musste! Du bist das beste Beispiel dafür, wie mächtig doch das nasse Element kann sein, es gräbt sich tiefer ohne Unterlass, gibt nicht auf, ich erkenne in mir selber oft das. Denn Wasser ist mein Element, ist es schon immer gewesen, es kräftigt mich, hilft mir innerlich zu genesen. Es hat so manche Gesichter und inspierierte schon manchen Dichter. Du stolze Aareschulcht, du bist so eindrucksvoll, so voll besonderer Magie, einen Besuch bei dir vergisst man nie. Du zeigst mir, wieviel Kraft in der Schöpfung kann verborgen liegen, langsam und stetig werden wir die Härte um uns und in uns selbst, besiegen.

 

 

Herz der Schweiz/Vierwaldstättersee

Vierwaldstättersee, du wunderschönes Schweizer Herz, dich wieder zu verlassen erfüllt mich mit Schmerz. Ich fühle mich bei dir so geborgen und liebe dich so sehr, um dich zu sehen, komme ich immer wieder gerne her. Ich fühl mich hier irgendwie daheim, beschreiben kann dich kaum ein Reim. Ich liebe deine Ufer, die oft steil abfallen, hinunter in des Wassers kühle Frische, wo sich tummeln tausend Fische. Du bist umgeben mit dichten, dunkelgrünen Tannen, Bergeshöhen ragen dahinter auf, teilweise noch mit weissem Puderschnee darauf. Almwiesen, mit Häusern, die sich an die Hänge schmiegen, für diesen Ort lohnte es sich wahrlich zu kämpfen und zu siegen. Hier wo die Schweiz ihren Anfang nahm... auf einem grünen Hügel, wo hunderte Schmetterlinge fliegen, wo man die Kuhglocken sanft vernahm, dort das Urvolk der Schweiz zusammenkam.

Wie wundervoll und feierlich, muss es sich angefühlt haben, den heiligen Schwur sie hören sagen, so trefflich es Schiller hatte formuliert: „Wir wollen sein ein einig Volk, in keiner Not uns trennen und Gefahr, wir wollen frei sein, wie die Väter waren, lieber den Tod als in der Knechtschaft leben!“... noch heut glaub ich zu fühlen den damaligen Segen… der über allem lag in stiller Heiligkeit, so weit zurück liegt diese Zeit! Deine Wasser so schön so rein, hier würd ich noch gern zu Hause sein. Wer weiss, vielleicht irgendwann kehren wir für immer hierher zurück, du bist vom Paradies ein Stück. Hier spüre ich stets einen ganz besonderen Geist, der in allem lebt und kreist und schwebt. Ich spüre das Herz meiner geliebten Heimat hier ganz besonders schlagen und danke dir für deine Gaben. Vierwaldstättersee du kühlsanftes Herz der Schweiz, dich lieben werd ich allezeit!

 

 

Flüeli Ranft (22. Juli 2015)

Flüeli Ranft du stiller Ort, voller Magie und Heiligkeit bist du, hier kann finden so mancher seine Ruh. Flüeli Ranft, einst warst du die Heimat von Bruder Klaus, dem Schweizerpatron, der lebte vor langer Zeit. Er hörte den Ruf Gottes in deinen grünen Tiefen, sah wunderbare Dinge, deine Atmosphäre auch uns seinen Segen bringe. So manch Zauberhaftes ist hier passiert, du bist ein Ort auserwählt von Gott, der Stille und des Friedens Hort. Ich kann gut verstehen, dass du so manchen Menschen hast berührt tief in der Seele. Das spüre ich auch, jetzt da ich hier sitze, schaue hinunter, wo der Bach kühl und wunderbar fliesst über helle Steine, Schmetterlinge gaukeln über das saftige Grün deiner Wiesen und farnbewachsenen Haine. Es ist als ob das unsichtbare Licht, noch heute auf uns niederscheine und alles durchfliesst.

Hier hat der Heilige Klaus gelebt in einer kleinen Klause, ein Einsiedler, welcher hier seine Berufung hatte gefunden, hier spürt er zutiefst sich mit Gott verbunden. Das Licht hier unten schien ihm heller als sonstwo auf der Welt, er fühlte sich geborgen unter dem samtenen Sternenzelt, dass sich breitet über deine Schlüchte so wundervoll... eröffnete ihm die Welt jenseits unserer hier… Flüeli Ranft, eine wundervolle Zier! Du lässt uns teilhaben an deinem Segen deiner Schönheit, deinem ganz besonderen  Charme, der woanders herkommt, als aus der irdisch schweren Welt, eröffnest uns was in uns lebt und unser Dasein erhellt!

 

 

 

Lärm, Lärm (21.Juli 2015 Im Ärger geschrieben)

Lärm, Lärm in der Nacht, es beinah verrückt einem macht. Da wird „italiano“ geredet, in lautem Tone allzumal, es ist wahrlich eine Qual! Musik und Radio klingen, bis 1 Uhr in der Nacht, man kann es nicht glauben und man fühlt in sich aufsteigen des Zornes Kraft. Da kann man noch so oft „silencio!“ rufen, oder um „calmira“ bitten immerzu, da drüben gibt es keine Ruh. Nein, im Gegenteil, man wird noch extra provoziert, obwohl man lange hatte Geduld, man muss darauf achten, dass man mit seinen Gedanken nicht auf sich lädt Schuld.

Das Üble daran ist, dass diese lärmigen Schwestern und Brüder, der Pfadi angehören, dass lässt uns fühlen noch müder. Welch ein Frust! Endlich mal Ferien, in der Hoffnung sich  nicht immer herumschlagen zu müssen mit irgendwelchen Dödeln, die immer weiter und weiter schreien und blödeln. Und das auf dem Zeltplatz, wo eigentlich müsste um 22 Uhr herrschen Ruh, sie lachen, singen, labern und hören Radio immerzu. Dann noch etwas Hip Hop der darf natürlich beim jungen Volk auch  nicht fehlen, ich würde am liebsten in der Erde versinken, um nichts mehr hören, einfach Stille um mich, damit diese Dödel mich nicht mehr können weiter quälen! Ach, wie wird es bloss die nächste Nacht, wird diese auch so schrecklich durchwacht? Oder werden sich die Pfadi- Leute etwas mehr Mühe geben? Wenn sie nur etwas mehr Rücksicht nähmen, müssten wir uns hier in den Ferien nicht so schrecklich grämen! Der Frust ist gross, die Nerven blank, heut Morgen fühl ich mich  müde und krank. Etwas mehr Ruhe, das wünsche ich mir, damit wir uns auch etwas erholen können hier!