Wie sich die Vergänglichkeit auf unser Sein auswirkt-Erforschung der Unvergänglichkeit

Einleitung:

Seit einiger Zeit, setzen mein Mann Daniel und ich uns sehr mit der Vergänglichkeit und der Unvergänglichkeit auseinander. Vor allem Daniel tat das sehr intensiv und befasste sich mit allen unterschiedlichen Richtungen, von Wissenschaft, über Philosophie, bis hin zur Religion. Wir sprachen oft darüber und schliesslich beschlossen wir, zusammen dieses Werk zu schreiben.

Darin werden wir uns folgende Fragen stellen: Warum ist die vergängliche Welt so wie sie ist, was sind die Auswirkungen der Vergänglichkeit auf die Entwicklung der Geschöpfe? Gibt es Werte die unvergänglich sind? Was wären ideale Voraussetzung für die geistige und auch körperliche Gesundheit der Menschen und deren Mitgeschöpfe? Was sagen die verschiedenen Wissensrichtungen dazu? Gibt es gewisse gemeinsame Werte, welche helfen würden die Vergänglichkeit besser zu bewältigen? Wo finden wir Vorbilder, einer idealen Lebensweise? Dies alles fassen wir hier zusammen und hoffen natürlich, dass es dem einen oder anderen möglicherweise einen positiven Impuls für das Leben, hier auf Erden, geben kann.

Einige Anmerkungen:

Dieses Werk ist eine Zusammenstellung von gesammeltem Wissen, welches wir vor allem aus Wikipedia Texten und unterschiedlichen YouTube Filmen, gewonnen haben. Dieses Wissen haben wir dann genommen und zusammengefügt und uns auch unsere eigenen, teils intuitiven Gedanken, dazu gemacht. So sind die Quellangaben nicht immer genannt. Ausserdem ist unser Werk weder an eine besondere Gemeinschaft, Wissenschaft, noch an irgendeine Religion gebunden! Es geht dabei um eine Zusammenfassung dessen, was uns durch all dieses gesammelte Wissen, bewusst geworden ist. Es handelt sich dabei also nicht um ein hochwissenschaftliches Werk. Wir sind ja auch keine Wissenschaftler, machen uns jedoch stets viele Gedanken über die verschiedensten Themenbereiche. Ich hoffe ihr habt viel Freude an diesem Werk!

 

Grafik von Aaron Antonovsky. (Siehe Gesundheitsforschung, in diesem Text)

1. Kapitel

Die verschiedenen Forschungsgebiete, kurz umrissen

Im ersten Kapitel setzen wir uns vor allem mit Teilaspekten, verschiedener Forschungsgebiete und religiösen, wie empirischen Bereichen, auseinander. Was ist die Essenz dieser verschiedenen Lehren und Wissenschaften? Sind auch ihn ihnen schon Werte vorhanden, welche uns Hinweise für ein wahrlich bereicherndes Leben, geben können?

So wollen wir als erstes mit den folgenden Themenbereichen beginnen:

Physik/Chemie, Gehirnforschung, Gesundheitsforschung, Psychologie, Soziologie, Philosophie/Geschichte, Religion, und Jenseitsforschung.

Physik/Chemie:

Dieses Forschungsgebiet zeigt auf, das alles Greifbare, aus informierten Teilchen besteht, die magnetisch, je nach eingespeicherten Informationen, zusammenfinden. Alles andere nicht Greifbare, sind undefinierte Wellen, welche jedoch durch eine bestimmte Information von aussen, wiederum zu Teilchen werden können, die sich dann irgendwo, erneut einer Form anschliessen. Die ganze Schöpfung ist Magnetismus, Strahlung, Schwingung (Gravitation). Die Physik befasst sich intensiv, mit den Eigenschaften und dem Zusammenspiel dieser Aspekte. Bei der Chemie indes, stehen die Verbindungseigenschaften der Teilchen und Atome, im Vordergrund.

Die Schöpfung ist demnach, aus diesen Teilchen und ihrer Information und Verbindung entstanden. Ausserdem glauben viele der modernen Physiker bereits an eine allumfassende, höhere Intelligenz, welche die Teilchen informiert hat, oder sozusagen einen Bauplan erstellte, welcher schliesslich zu gewissen Entwicklungen/Evolutionen geführt hat. Wichtige Fragen dabei sind z.B: Wodurch entscheidet eine Zelle sich, sich zu teilen und zu einem Menschen oder einem Tier zu werden? Oder wie ist der Geisselmotor eines Bakteriums überhaupt entstanden? Es gibt eine Menge Fragen, denen man sonst noch nachgehen könnte. Die Physik ist sich im Klaren darüber, dass es für manches noch keine wissenschaftlich fundierte Antworten gibt.

Dennoch erahnen gewisse Physiker bereits, dass eine unsichtbare Materie bestehen muss, welche noch unendlich viel mehr Möglichkeiten bereithält, als wir es uns in uns in unserem, doch noch recht eingeschränkten Bewusstsein, vorstellen können. Trotz neuester Erkenntnis in der Physik, wird jedoch eine höhere Instanz, welche hinter den Bauplänen der Schöpfung steht, offiziell noch nicht in diese Forschung einbezogen. Weil es mit den, zur Verfügung stehenden Instrumenten, nicht beweisbar oder messbar ist. So bleiben auch die Physiker vorläufig in der Vergänglichkeit haften. 

Gehirnforschung:

Das Gehirn ist immer bemüht, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Tritt zu viel Überspannung auf, muss es eine Kompensation finden, um diese Spannung abzubauen. Kohärenz (Stimmigkeit) ist der angenehmste Zustand für das Gehirn. Das Leben muss so gestaltet werden, dass das Hirn immer angeregt ist, jedoch auch nicht zu viel Stress ausgesetzt wird. Kompensationen können destruktiv, oder konstruktiv ausfallen. Das Hirn unterscheidet da nicht wirklich, wenn dafür nicht bewusst, ein innerer Beobachter eingeschaltet wird, welcher die Vorgänge und Muster, die mit der Zeit entwickelt werden, bewusst beobachtet und mehr und mehr zu durchschauen und schlussendlich zu durchbrechen vermag. Das Hirn kann durch verschiedene Prägungen und Verknüpfungen, Schutzmechanismen entwickeln, die einem selbst und dem Umfeld auf längere Sicht schaden können. Solche destruktiven Mechanismen, erzeugen Stress und schädigen, nicht selten, auch den Körper.

Gesundheitsforschung:

Das Salutogenese Prinzip (beschrieben vom russischen Medizinsoziologen Aaron Antonovsky) ist sehr wichtig, um das Wesen der Gesundheit zu verstehen. Dies besteht aus drei Faktoren die gut zusammenspielen müssen:

Verstehbarkeit: Was lernen wir aus diesen Erfahrungen für unsere Evolution und was für Lebensrichtlinie entstehen daraus? Leitsatz: Meine Welt ist verständlich, stimmig, geordnet; auch Probleme und Belastungen, die ich erlebe, kann ich in einem größeren Zusammenhang sehen (Verstehensebene).

Handhabbarkeit: Die Handhabbarkeit aller erschaffenen Dinge sollte gewährleistet sein. Es gibt Energien und Substanzen, die jedem Lebewesen in ausreichender Menge, für die Lebensbewältigung zur Verfügung stehen sollten. Leitsatz: Das Leben stellt mir Aufgaben, die ich lösen kann. Ich verfüge über Ressourcen, die ich zur Meisterung meines Lebens, meiner aktuellen Probleme mobilisieren kann (Bewältigungsebene).

Sinnhaftigkeit: Wie gehen wir mit diesen Energien und Substanzen um? Wie gestalten wir damit unser Leben? Wie ist der Austausch zwischen den verschiedenen Lebewesen? Leitsatz: Für meine Lebensführung ist jede Anstrengung sinnvoll. Es gibt Ziele und Projekte, für die es sich zu engagieren lohnt (Sinnebene).“

Das Prinzip der Salutogenese in der Gesundheitsforschung, befasst sich vor allem mit der Selbstverwaltung des Menschen und den Funktionen seines Körpers und seinem Gehirn. Es bezieht offiziell jedoch keine transzendente Richtungsebene mit ein.

Psychologie:

Diese setzt sich vor allem mit den Prägungen und Mechanismen auseinander, welche destruktive Auswirkungen auf Körper und Geist haben. Diese Prägungen entstehen auf die eine oder andere Weise, bei allen Menschen, weil diese Teil einer, der Vergänglichkeit preisgegebenen, Schöpfung sind.

Verlustangst in verschiedensten Bereichen, ist deshalb omnipräsent. Dies sind z.B. Existenzangst, Angst vor Sinnesverlust, Angst vor Aufmerksamkeitsverlust, Angst vor Manipulation und Kontrollverlust, Angst vor Tod, Krankheit etc. Die Psychologie erörtert auch körperliche, hormonelle Fehlfunktionen, die zu einer Erkrankung der Psyche führen können. Auch Glaubenssätze aller Art, werden dort beleuchtet. Die Psychologie glaubt einerseits an etwas Unterbewusstes in jedem Menschen, und auch an ein kollektives Unterbewusstsein, welches beeinflusst wird durch das Zusammenleben und die Prägungen mit und durch andere Menschen, ja manchmal sogar durch altes, angelegtes Wissen der Ahnen (Familienstellen, beleuchtet diese Bereiche).

Die Psychologie versucht möglichst wertungsfrei, den Ursprung eines seelischen Leidens zu ergründen. Oft ist sie jedoch nicht so begeistert von religiösen, moralischen Grundsätzen, weil diese nicht selten Blockaden zur Folge haben können. Die Psychologie entwickelt sich einerseits weiter, andere Richtungen entstehen, doch oftmals wird auch hier auf einstmals angelegtem Wissen aufgebaut und weniger auf neu entdeckten Erkenntnissen. In diesem Fall bleiben der Psychologie dann auch weiterhin einige Aspekte der Seele des Menschen, verschlossen.  

Soziologie:

Diese befasst sich mit der Lehre und den Formen, des Zusammenlebens der Menschen. Sie macht es sich zur Aufgabe, das Leben für alle angenehm zu gestalten und erforscht die Gesetzmässigkeiten, eines guten Miteinanders. Sie erforscht die Voraussetzungen, Erscheinungsformen und Entwicklungen des gesellschaftlichen Lebens. Hier spielt die gerechte Verteilung, der zur Verfügung stehenden Ressourcen und Energien, eine tragende Rolle. Auch die Entwicklungsmöglichkeiten jedes Individuums, möchte die Soziologie gewährleistet sehen. Sowie den harmonischen Austausch von Informationen, zwischen den Individuen. Sie glaubt an das Existenzrecht, jedes Individuums und fördert dieses.

So ist die Soziologie schon einer wichtigen Sache auf der Spur, geht aber auch keinen Schritt über die Grenzen der vergänglichen Welt hinaus.

Philosophie (und Geschichte):

Diese setzt sich viel mit geschichtlichen Entwicklungen und der Evolution des Menschen, in Bezug auf Sinnhaftigkeit der Entscheidungen und daraus entstandenen Lebensrichtlinien, auseinander.

Sie erforscht das Wesen des Menschen und seinen Bezug zur Schöpfung. Sie stellt Fragen, stellt diesen Fragen, wieder andere Fragen gegenüber und versucht so zu einer Erkenntnis zu finden, welche die Fehler der Vergangenheit, zu verhindern sucht. Sie setzt sich mit tiefen Fragen dieser vergänglichen Welt auseinander und sucht Lehren aus allem zu ziehen.

Allerdings wird in der Philosophie selten eine göttliche Instanz einbezogen, auch sicher in dem Wissen, dass das Unvergängliche nicht wirklich greifbar, oder beweisbar ist und durch die Fehler verschiedener religiösen Richtungen, schon schlimme Dinge passiert sind. Sie hält der Gesellschaft mit Vorliebe den Spiegel vor, allerdings in einer reflektierenden, nicht verurteilenden Form. So hebt sie sich ab, von religiösen Grundsätzen. Die Philosophie ist deshalb schon vielen Antworten sehr nahegekommen, doch leider geht es auch hier ab einem gewissen Punkt nicht mehr weiter. Warum ist das wohl so?

Religion:

Diese versucht einerseits die Vergänglichkeit zu erklären und in gewisser Weise erträglicher zu machen; Durch die Hoffnung in eine göttliche Instanz, deren Führung und Schöpfergewalt.

Sie sieht sich dazu verpflichtet, den Menschen in die unvergängliche, himmlische Welt, oder in die Erleuchtung zu führen. Sie versagt jedoch oftmals, indem sie die vergänglichen Prinzipien, mit ihrer Lehre der Unvergänglichkeit vermischt.

So gibt es in der Religion noch immer klare, hierarchische Prinzipien, denen man Folge zu leisten hat.  Vor allem in den monotheistischen Religionen, wird Gott als Richter der Menschheit und auch als Erschaffer der vergänglichen, wie unvergänglichen Welt gesehen. Man beruft sich auf alte Schriften, welche keine Entwicklung mehr zulassen. Was wiederum viel an Konflikt- Potenzial beinhaltet und destruktive Prägungen fördern kann. Durch die oft nicht verstehbaren Richtlinien und fehlenden Antworten auf existenzielle Fragen, ziehen sich darum immer mehr Menschen aus dem Gefüge der Religionen zurück und suchen nach einer anderen, einer neuen Wahrheit, welche ihnen die nötigen Lücken zu füllen vermag.

Jenseitsforschung (Bindeglied zwischen der Vergänglichkeit und Unvergänglichkeit?):

Diese probiert Übereinstimmungen von verschiedenen Nah-Todeserlebnissen und medialen, oder prophetischen Durchgaben über Nach- Todeserfahrungen zu finden.

Auch wenn es viele Parallelen zwischen den verschieden Nach-Todeserfahrungen oder Nah-Todeserfahrungen gibt, so werden auch hier Unterschiede sichtbar, welche durch Prägungen und eigene Glaubenssätze entstehen können.

So z.B. wird einer Probandin, welche an das Gericht einer göttlichen Instanz glaubt, tatsächlich eine solche, vermeintlich göttliche, Instanz bei ihrer Nah- Todeserfahrung antreffen, welche ihr ihre Schulden auflistet. Diese Instanz kann verschiedenste Formen annehmen. So also muss noch irgendeine Speicherung vorhanden sein, die man tatsächlich hinübernimmt ins Jenseits.

Warum aber erleben dann Menschen, welche vielleicht gar keine speziellen, spirituellen Glaubenssätze haben, allerdings an eine liebevolle, verstehende Kraft im Universum glauben, oftmals auch diese wundervolle, liebende Kraft, während ihrem Nah- Todeserlebnis; Ein Verständnis, das stark religiös geprägte Menschen, manchmal vermissen?

Dies Erkenntnis untermauert die These, das Gleiches auch sichtbar Gleiches, anzieht. Eine Bewusstseinstrennung, nach dem Übergang in Jenseits und wenn dieser auch nur kurzzeitig ist (wie bei Nah- Todeserlebnissen) scheint deshalb sehr häufig zu sein.

In den verschiedenen Bewusstseinsstufen, die Sphären, oder auch Planeten sein können, versucht jedes Individuum mehr über die universellen Gesetzmässigkeiten zu erfahren, wird aber schlussendlich doch nur Zugang zu einem Wissen finden, dass seinem Bewusstsein auch entspricht. Es gibt auch Boten oder Mittler von höheren Bewusstseinswelten, doch diese werden, laut verschiedener Nach-Todesberichten, auch nur sichtbar, wenn man dazu bereit ist.

Fazit aus verschiedenen Erfahrungsberichten:

Das Jenseits scheint deshalb eine Mischung zu sein, aus verschiedensten Lebensausrichtungen und Idealen. Auch die religiösen Gruppierungen haben dort wieder ihren Platz und werden ihresgleichen wieder zu sich finden lassen. Dies ist der freie Wille, eines jeden Lebewesens. So gibt es auch noch immer, die der Vergänglichkeit verhafteten Geister, welche auch weiterhin ihre Sicht von Macht, Willensbeeinflussungen und Idealismus vertreten werden. In jenen Welten gibt es, laut verschiedenster Jenseitsberichte, vermutlich noch immer alte Machtstrukturen, welche jedoch nicht viel mit der göttlichen Ordnung zu tun haben.

Es heisst noch lange nicht, dass jenseits der vergänglichen Welt, nur göttliche, reine Werte zählen, denn die Seelen oben genannten Personen, sind und bleiben so lange in ihrem niedrigeren Denken verhaftet, bis sich ihr Bewusstsein erweitert und dann erst werden sie nach und nach, neuer Gesetzmässigkeiten teilhaftig und von höheren  und freieren Ebenen angezogen. Dort ändern sich dann auch die Gegebenheiten und Wahrnehmungen und neues Wissen wird ihnen eröffnet werden.

Je destruktiver man gelebt und gewirkt hat, umso karger und düsterer wird, laut Nach- Todesberichten, die Umgebung, auch in der jenseitigen Welt, ausfallen.

Je aufbauender und verbindender man mit dem Leben umging, umso erbaulicher und vielfältiger, wird auch die Jenseitswelt sich offenbaren. So gibt es auch hier schon ganz klare Andeutungen, worauf es schlussendlich ankommt.

Bedürfnispyramide von Abraham Maslow

2. Kapitel

Die sieben Prinzipien (kurz erklärt)

Was bedeutet ein aufbauendes Leben, was braucht es dazu? Hier versuchen wir einige Erkenntnisse der verschiedensten Wissenschaften, grob zu umreissen und zusammenzubringen. Hier kann uns die Maslowsche Bedarfspyramide hilfreiche Impulse liefern:

Diese Pyramide zeigt die wichtigsten Faktoren auf, die zu einem angenehmen Dasein des Individuums beitragen. Sie zeigt ausserdem, dass zuerst die Basis stimmen muss, bevor man einen Schritt, Richtung Transzendenz, machen kann. Ohne dass die Grundbedürfnisse, die essenziellen Lebensgrundlagen wie Nahrung, Trinken Schlaf etc. erfüllt sind, kann sich das Individuum auch nicht auf den Weg einer evolutionären Bewusstseins- Entwicklung machen. Erst wenn alle unteren Bereiche stimmig sind, kann man sich neuem Wissen öffnen.

Basierend auf diesen Erkenntnissen und auch den Erkenntnissen anderer Quellen, hat mein Mann Daniel begonnen, unser menschliches Dasein, in sieben Bereiche aufzufächern, auf die wir dann auch noch näher eingehen wollen. Diese sind:

Ordnungsenergien/Materie:

Schwingung, Strahlung, Magnetismus, Sinnesorgane, Atome und ihre Programmierungen, Lebensenergieverwaltung und ihre Einteilung.

Wille/Erleben:

Freies, spielerisch entwickelndes Leben, in Autonomie und Selbständigkeit, Kreativität, der eigene Ausdruck, Ungebunden sein, Verwendung und Umgang mit allem Erschaffenen.

Wissen/Weisheit:

Gemeingültige Lebensrichtlinien, zentrale und persönliche Verwaltung aller Evolutions- und Bewusstseinserfahrungen, inneres Selbst

Diese drei ersten Bereiche sehen wir vor allem als die Bereiche, welche unser Selbstverwaltung beinhalten.

Das darauffolgende Prinzip bezeichnen wir als jenes Prinzip, welches die drei Selbstverwaltungsbereiche, mit den drei zwischenmenschlichen Bereichen verbindet.

Dieses nennen wir:

Ernst/Gleichung:

Dieser setzt sich «ernsthaft» mit der Kohärenz zwischen mehreren Lebensformen auseinander. Ausserdem mit der Salutogenese, dem harmonischen Ausgleich (goldene Mitte, wie man so schön sagt), dem Lebensfluss, der Gesunderhaltung und ganz wichtig der Gleichung. Denn nur durch diese Gleichung, kann das Leben wahrlich erfüllt sein.

Wenn wir die ersten Prinzipien erfüllt und in uns verinnerlicht haben, werden wir fähig sein, eine besondere Bewusstseinserweiterung zu erfahren, denn dann nähern wir uns mehr und mehr den unvergänglichen Werten an. Welche da sind:

Geduld/Einfühlungsvermögen:

Einfühlsamkeit in das Lebens und Entwicklungstempo eines jeden Geschöpfes, das begreifen des Lebensrhythmus, ohne stets krampfhaft nach etwas zu streben, das uns die Erfüllung bringen soll. Können wir diese Geduld nämlich ganz natürlich in unser Leben integrieren, dann wird uns alles Nötige zuteilwerden. Diese Geduld vertraut auf die Reifezeit eines jeden und wird zum stillen Beobachter des So- Seins selbigen.

Liebe:

Die nehmende Liebe, wird immer mehr zu verschenkenden Liebe, ohne dass sich der Liebende dadurch selbst verliert, oder irgendwelchen Manipulationen oder Trugbilder von aussen, zum Opfer fällt. Diese Liebe ist aufmerksam, achtsam, bewusst. Sie ist Trägerkraft der Evolution, der Freude und der Information, in ihrer vernetzenden Kraft, die alle Aspekte von Beziehungen einbezieht.

Und so kommen wir zum 7. Und letzten Prinzip, der

Barmherzigkeit/Mitgefühl:

Dieses Prinzip steht den unvergänglichen Werten am nächsten. Es beinhaltet eine energetische Hilfsbereitschaft, nach den Gesetzen der Ordnung. Sie ist geprägt von Mitgefühl, Alleinsbewusstsein, Gleichwertigkeit und vernetzt alle wichtigen Aspekte eines erfüllten Miteinanders, ohne dabei jedoch ungesetzmässiges Verhalten zu unterstützen. 

 

3. Kapitel

 Die sieben Prinzipien näher beleuchtet

 

Ordnungsenergien und Materie:

Unser Leben und Lebensumfeld setzt sich, wie bereits erwähnt, zusammen aus erschaffener, informierter Materie, sprich Atomen, Quanten/Subquanten (Teilchen, die sich zu Formen zusammenschliessen, die sich in der Evolution immer weiterentwickeln und sich anpassen), Magnetismus, Schwingung und Strahlung.

Es ist bewiesen, dass Absichten, Worte und Gedanken, diese Quanten stets beeinflussen.

Ob sie bestimmt oder unbestimmt bleiben. Wir nehmen z.B. stets Einfluss auf die Magnetfelder um uns herum. Jede Lebensform hat sein eigenes Magnetfeld, welches stets von anderen Lebensformen und ihren Felder informierter Teilchen, beeinflusst wird. Darum ist z.B. schlechte oder gute Laune oft ansteckend. Man kann auch beim Reis, Pflanzen oder Wasserexperiment (siehe Wasserkristalle) beobachten, wie sich Fäulnis- Wachstums- oder Kristallisierungsprozesse verändern, je nach dem, ob man ihnen destruktive, oder konstruktive Informationen zusendet. So wird gekochter Reis, der regelmässig beschimpft wurde, tatsächlich schneller schlecht als jener, den man mit liebevollen Worten bedachte. Ebenso nahm Wasser, welches mit Liebe, Freude etc. aufgeladen wurde, viel schönere, harmonischere Formen beim eingefrieren an, als jenes Wasser, welches mit den Worten Hass oder Angst aufgeladen wurde. Ebenso kann man bei einem DNA Strang, der Stress ausgesetzt wird beobachten, dass er sich zusammenzieht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass solche Stränge von der Zelle auch fehlerhaft abgelesen werden können, was dann oft zu Krankheiten, verschiedenster Art, führen kann.

Die sichtbaren Ordnungskräfte sind alle Elementaratome, ihre Zusammenschlüsse und Formen, mit denen wir haushalten müssen.

Damit sie sich gut entwickeln und ihre Funktion optimal erfüllen können, sollten sie sich natürlich, entspannt und in positivem Umfeld, entwickeln und zusammenschliessen können.

Diese vor allen aus der Physik und Chemie gewonnenen Erkenntnisse, zeigen schon klar, dass es wahrlich eine aufbauende, oder eine zerstörerische Art zu leben gibt, die durch verschiedenste sichtbare oder nicht sichtbare Faktoren, beeinflusst werden können.

Zudem kann man in den Geschichtswissenschaften oder Sozialwissenschaften beobachten, dass die Verteilung dieser Energien, in welcher Form auch immer, stets der Aufmerksamkeit folgt.

Wir beeinflussen unsere eigene, sowie die Geschichte und Entwicklung anderer, mit uns im Austausch stehenden, Lebensformen (dazu zählen, Pflanzen, Tiere, Menschen und sogar Mineralien). So schreiben wir selbst stets Geschichte.

Wir sind also für unseren persönlichen Energiehaushalt, sowie für die Energien und Informationen verantwortlich, die wir mit anderen Lebensformen austauschen.

 

Wille, Kreativität und das austauschende Informationsprinzip:

Der eigentliche Lebenssinn besteht also darin, wie wir mit diesen Elementarteilchen und Energien umgehen, sie einsetzen, wie wir sie austauschen und informieren und wie wir sie aus unserer Umwelt aufnehmen.

Jede Handlung und jedes Erlebnis, gestalten wir in unsere ganz eigenen, kreativen Art.

Im Mittelalter war Z.B. die Kunst nicht sehr vielfältig, da äussere Autoritäten festlegten, was gottgewollt war und was dem Stand der Kunst entsprach. Heute haben wir eine viel reichere Palette an Techniken und Gestaltungsarten, da mit dem Humanismus der künstlerische Ausdruck des Individuums, gefördert wurde. So hat auch jeder seine ganz individuelle Art, mit gewissen Erfahrungen in seinem Leben, umzugehen. Es gilt hier, sich NICHT an Fremderlebnisse anzudocken und sich daraus fremde Glaubenssätze zu schaffen, sondern selbst das Leben zu «er-leben. Dabei ist es jedoch auch erlaubt, sich von allem schon Erschaffenen, in der eigenen Kreativität, inspirieren zu lassen. (Inspirieren ist nicht dasselbe, wie ein fremdes Wissen, ein Werk oder eine Weisheit, ohne ein eigenes Erleben zu übernehmen)  

Doch einige Dinge haben alle gemeinsam. Die Hirnforschung z.B. kam darauf, dass wir nur in Kommunikation mit anderen Lebensformen, gute Entwicklungen machen können. Dass wir angewiesen sind auf eine gutes Miteinander und auch geprägt werden, durch Erlebnisse mit anderen. Es ist erwiesen, dass Kreativität sich vergrössert, wenn man sich von anderen angenommen fühlt und man sich ohne Druck entfalten kann. Natürlich sind gewisse Speicherungen, wie wir etwas erleben, auch oft schon in unserer DNA, unserem Erbgut, oder körpereigenem Hormon-Haushalt enthalten, doch wie die Psychologie zeigt, kann man auch durch die Heilung gewisser negativer Prägungen und Verletzungen, wieder neue Erfahrungen machen und sogar das Gehirn und den restlichen Körper, in gewisser Weise, neu programmieren.

Doch manche tun sich damit sehr schwer, weil unser Gehirn wie auch unsere Zellen, eine Speicherfunktion besitzen, welche negative wie positive und anregende Erlebnisse, sogleich wieder abruft, wenn sie mit ähnlichen Situationen konfrontiert werden. Somit reagieren Gehirn und Körper oftmals sogleich auf die gewohnte Art und festigen dazu noch das einst Erlebte und speichern es doppelt ab. So werden gewisse synaptische Verbindungen verstärkt und führen dann zu einer stetigen Wiederholung derselben Mechanismen. So ist es oft sehr schwer, diese Mechanismen zu durchbrechen. Dazu bedarf es grosser Achtsamkeit und Beobachtung der eigenen Vorgänge. Diese Vorgänge zu erkennen und sie zu durchbrechen, ist zum grossen Teil Aufgabe der Psychologie. Dazu braucht es eine klare Absicht und eine Sensibilisierung für ein neues Lebensgefühl.

 

Erfahrungsspeicherung, Wissen und Weisheit:

Das Wissen und im Idealfall, daraus entstehende Weisheit, setzt sich zusammen aus den vorhin angeführten Prinzipien (Ordnungsenergie, sowie dem Umgang mit ihnen und was man daraus macht).

In der Soziologie und Hirnforschung wird bestätigt, dass der Mensch andere Menschen braucht, um sich zu entwickeln und sich zu erfahren. Darum sind auch die Erfahrungen, die man mit anderen Menschen macht, stets prägend, ob in positiver oder negativer Weise. Jeder Menschen entwickelt durch Erlebnisse verschiedenster Art, seinen eigenen Lebensentwurf, seine Glaubenssätze und seine Meinungen. Die Soziologie untersucht das Zusammenspiel, der verschiedensten sozialen Gruppen. Deren Glaubenssätze und Ideale, sich auch stets auf das ganze Gefüge der Gesellschaft auswirken. Aus diesen Faktoren werden dann Thesen aufgestellt, welche der Gesellschaft am meisten nützen sollen und die ihr am meisten dienen. Die emotionalen Komponenten werden dabei allerdings weniger gross gewichtet. Weshalb Soziologie nicht immer, im wahrsten Sinne des Wortes, «sozial» sein muss (siehe schwarze Pädagogik anfangs des 20. Jh.) Auf diese Thesen wird in so manchen Themenbereichen zugegriffen (Pädagogik, Arbeitswesen, Erziehung etc.) So werden sie als gemeingültiges, kollektives Wissen, festgehalten und dienen als Richtlinien, denen man sich zu beugen hat.

Die Geschichte zeigt uns, dass schon so manche unterschiedliche Gesellschaftsformen ausprobiert wurden und auch, welche davon Bestand hatten und welche nicht. Durch diese Erfahrungen, neues Wissen, welches durch diese Versuche entstanden ist, wurden immer wieder neue Wege gesucht. Bedauerlicherweise sieht man an einigen Entwicklungen der Gesellschaft, dass es beim alleinigen Wissen blieb, jedoch noch lange keine Weisheit daraus entstanden ist. Über Generation wird Wissen konserviert, doch die Sinnhaftigkeit wurde oftmals ausser Acht gelassen und da kam nun die Religion ins Spiel.

In ihrem Bestreben den Menschen, den oft fehlenden Sinn, zu vermitteln, tappte sie jedoch in die genau gleiche Falle, indem sie auch hier wieder den Sinn als Wissen, zu konservieren suchte. So gelten immer noch alte Regeln, welche irgendwo in einer heiligen Schrift stehen als Richtlinie, obwohl die Menschheit sich immer weiterentwickelt und neue Fragen stellt. Heute ist Wissen jeglicher Art für alle zugänglich, das haben wir der, durch das Internet möglich gewordener Vernetzung, zu verdanken und so werden alte Glaubenssätze, altes Wissen immer mehr in Frage gestellt und der Mensch sucht wieder mehr seine eigene Kreativität zu entfalten.

Die Kreativität wurde schon von Anbeginn der Welt durch Wissen, Spezialisierung, Glaubenssätze und Moral beeinflusst und oftmals sogar unterbunden. Der Mensch wurde immer mehr zu einem bedeutungslosen Rädchen, in einem riesigen Getriebe, welches einfach zu funktionieren hat, ohne dass die emotionalen, sinnhaften Komponenten berücksichtigt wurden, die jedoch zu einer optimalen Entwicklung beitragen. Viele Menschen sind durch das Wissen, egal ob aus Wissenschaft oder Religion, oftmals eingeschränkt worden, da die salutogenesen Prinzipien, Handhabbarkeit, Sinnhaftigkeit und Verstehbarkeit nicht beachtet wurden, oder beachtet werden durften. Womit wir wieder bei den wissenschaftlichen Belegen wären, dass all diese Faktoren stimmig sein müssen, um eine gute und selbstkompetente Entwicklung zu gewährleisten. Wichtig wäre darum, dass alle Faktoren des salutogenen Prinzips berücksichtigt würden, ohne einen davon ausser Acht zu lassen. So sollte Wissen ohne jeglichen Idealismus, Fanatismus oder Ungeduld, allen zur Verfügung stehen und nicht an Macht, oder spezielle Leistungen gebunden sein. Wir sollten alle teilhaben können, an diesem grossen Netzwerk der Erfahrungen und miteinander auf das harmonische Gleichgewicht allen Lebens hinarbeiten. Wenn wir uns als Teil eines grossen Netzwerkes sehen lernen, erkennen dass jedes Lebewesen von grosser Bedeutung ist und die Welt mitgestalten kann, dann würden wir uns einem ganz neuen Prinzip der Allverbundenheit annähern.

Warum jedoch schafft es die Menschheit noch immer nicht, dieses Prinzip, welches doch eigentlich alle Antworten bereithielte, zu leben?

 

Ernst/Gleichung:

Wie bereits angedeutet ist dieses Prinzip das Bindeglied zwischen den selbstverwaltenden drei Prinzipien: Ordnung, Willen/Erleben, Weisheit/Wissen und den drei überpersönlichen, lebensverbindenden Prinzipien, Geduld/Verstehen, Liebe und Barmherzigkeit/Mitgefühl. Hier spiegelt sich der Mikrokosmos im Makrokosmos. Das Leben sucht immer die Kohärenz. Es wurde schon durch die Gesundheitsforschung und Herzforschung erwiesen, dass Stress oder negative Gefühle, sich auf unser Herz und Nervensystem negativ auswirken. Doch sobald man wieder in die Mitte- in die Kohärenz kommt, verbessert das ganz klar den Zustand, der erwähnten Bereiche. Es ist erwiesen, auch durch Forschungseinrichtungen, wie das HeartMath Institut, dass das Herz das grösste, elektromagnetische Energiefeld besitzt. Es steht für den stetigen Lebensfluss und das Gleichgewicht im eigenen Körper, sowie das Gleichgewicht zwischen unseren Mitgeschöpfen.

Wir sind durch das Herz stets miteinander im Austausch und in einem stetigen Gefühlsabgleich. Bestimmt kennen alle das Gefühl, wie während eines Streites, oder in einer Stresssituation, sowas wie ein Stein auf dem Herzen liegt. Der Fluss ist unterbrochen und es ist schwierig, in Austausch zu bleiben. Im Herzen merkt man stets, wenn etwas im Ungleichgewicht ist und das Herz ist stet darum bemüht, wieder in eine Gleichung zu kommen. Ist das öfters nicht möglich, kann dies sogar zu Herzerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen etc. führen. In diesem Prinzip ist die Selbstverwaltung wichtig, jedoch ebenso wichtig das Verbindende mit anderen Lebewesen. Hier befindet sich sozusagen die goldene Mitte, die Gleichung allen Lebens. Kann dieses Prinzip auf richtige Weise gelebt werden, führt das zu innerem Frieden und Harmonie. Das Herzsystem ist eng mit dem Nervensystem und unseren Emotionen, verbunden. Der Ausdruck: Folge deinem Herzen! Ist also zugleich ein Aufruf, auf die eigenen Gefühle und Wahrnehmungen zu hören und darauf zu vertrauen. Es ist darum sehr wichtig zu beobachten, welche Erlebnisse, welche Gefühle in uns auslösen und wie diese auf uns, oder auch andere wirken. Dies ist auch die Grundlage vieler spirituellen Praktiken, wenn es darum geht, sich mit den drei lebensverbindenden Prinzipien auseinanderzusetzen. Auch einige psychologische Richtungen, haben den Wert dieser Beobachtung der Gefühle und er Aufarbeitung des Erlebten erkannt und wenden diese Praktiken oft in Therapien an (Innere Bilder, Archetypenlehre, Gesprächstherapie etc.)

Auch hier kommt das Salutogenese Prinzip wieder zum Zug. Wenn in der Verstehbarkeit, Handhabbarkeit oder Sinnhaftigkeit Defizite entstehen, ruft dies Stress hervor, den man allerdings mit dem Zurückbesinnen auf das Prinzip der goldenen Mitte, eben dem Prinzip des Ernstes, der Gleichung, wieder aufzulösen vermag. So braucht es z.B. oftmals den nötigen Ernst, sich von Glaubenssätzen, Idealismus etc. zu lösen, oder sich von verschiedenen Manipulationen zu befreien. Manchmal setzt dies jedoch radikale Veränderungen im Leben, wie im Verändern des Umfeldes, oder in einer ungleichen Beziehungssituation voraus. Dies fürchten viele und verharren deshalb in alten, vertrauten Mustern, trotz dem Wissen darum, dass eine Veränderung vonnöten wäre, um innerlich frei zu werden, freier begegnen zu können und in die Mitte zu gelangen. 

 

Geduld/Einfühlungsvermögen/Verständnis (Verstehbarkeit):

Dieses Prinzip ist wohl eines der Anspruchsvollsten, in der heutigen Welt und es bedeutet vielleicht nicht für alle genau dasselbe. Zuerst sollte man sich vielleicht die Frage stellen, was

Geduld/ Einfühlungsvermögen für einem selbst bedeutet, in welchen Bereichen man selbiges lebt, oder eben nicht. Auch hier ist die Beobachtung der eigenen Vorgänge, sehr wichtig.

Eigentlich liegt es ja nahe, dass wir die Menschen, die uns am nächsten stehen, oftmals am besten verstehen, da wir ihr Umfeld, ihre Lebensart und Glaubensätze kennen. So verzeihen wir ihnen über das Verstehen, ihre Taten auch eher, als einem Fremden. Oft haben wir bei Fremden auch nicht den Einblick in ihr Dasein, oder ihre momentanen Probleme. Unsere Beziehung zu solchen Menschen ist oft oberflächlich und so fühlen wir auch nicht auf dieselbe Weise mit ihnen, wie mit Menschen, die wir persönlich kennenlernen. Es interessiert uns auch weniger, was wirklich hinter dem Leben und Tun dieser Fremden steckt. So kommt es oft vor, dass sich die Geduld und das Verständnis, auf den engeren, oder zumindest bekannteren Kreis, beschränken.

Doch es gibt auch eine Form der überpersönlichen Geduld, des überpersönlichen Verständnisses.

Diese basiert auf Geduld und Verständnis, für und mit allen Lebensformen, egal wie ihr Umfeld, ihr Lebensausdruck, oder ihr Wissen/Können ist. Sie bezieht alle Faktoren mit ein und macht eigentlich keine Unterschiede, zwischen den verschiedenen Geschöpfen. Sie versucht Verständnis für alle aufzubringen und gesteht jeder Seele ihre eigene Entwicklung zu, (was aber nicht heisst, dass sie ungesetzmässiges Verhalten stillschweigend gutheissen muss). Sie bleibt jedoch stets offen und betrachtet alles situativ, ohne sogleich von Anbeginn zu werten. Sie ist im Jetzt und Hier und nicht von Ängsten beeinflusst, die sich im Verstand festgesetzt haben. Auch geht sie auf das Gegenüber ein und nimmt Anteil an dessen Lebenssituation. Bei ihr sind Aussagen wie: «Wie geht’s?» mehr als nur leere Floskeln.

Diese Geduld, dieses Einfühlungsvermögen, ist nicht immer einfach zu leben, in dieser Welt, wo alles voller verschiedener Bewusstseinsstufen ist und so viele Eindrücke täglich auf uns einwirken.

Dennoch wäre sie ein unvergänglicher Wert, der sehr zur eigenen Weiterentwicklung und der Weiterentwicklung des Gegenübers, beitragen könnte.

Als den grössten Feind dieser überpersönlichen Geduld, könnten wohl der Perfektionismus, der Idealismus, oder auch der idealisiert Fanatismus etc., bezeichne werden. Wenn man z.B. stets nach Perfektion strebt, lässt man den Dingen oft nicht ihren natürlichen Lauf, wie bei einer Pflanze, die man immer wieder aus der Erde zieht um zu sehen, wie weit sich die Wurzel selbiger schon entwickelt haben. Sie kann sich so jedoch niemals ungestört entwickeln.

Jene Art von Einfühlungsvermögen, welche wir in diesem Prinzip beschreiben wollen, vertraut allerdings, ohne idealisierter Vorstellungen, auf die natürliche Evolution des Lebens.

Leider erweist sich die überpersönliche Geduld, oftmals als eine der schwierigsten, zu erlangenden Prinzipien, weil man in unserer Welt, von aussen stehts angetrieben und von überall her Druck ausgeübt wird.

Geduld steht im engen Zusammenhang mit unseren Glaubenssätzen, dem Wissen und der Weisheit. Bei beiden Bereichen, geht es um die Verstehbarkeit (siehe Salutogenese etc.).

So drückt sich im Falle der Ungeduld und eines, zu erfüllenden Ideals, ein sehr starke Druck in der psychologischen Zeit aus, weil man dann oft schon am Ziel sein will, ohne den Weg als Ziel zu betrachten. Die psychologische Zeit ist deshalb wohl eher ein Konstrukt der Vergänglichkeit und fördert einen ungesunden Wettbewerb. Die unvergängliche Welt kennt jedoch nur eine kosmische Zeit, hat aber ein ganz anderes Zeitgefühl. Dies geht auch aus vielen Jenseitsberichten hervor, welche aufzeigen, dass jedem seine nötigen Entwicklungszeit zugestanden wird.

Das 5. Prinzip, braucht wahrlich viel Geduld und Gelassenheit, eine Sicherheit, ein In- sich- Ruhen und sich Nicht- unter- Druck- setzen- lassen. Auch hier gilt das Leben im Jetzt im Hier, ein Leben ohne ständige Ängste und Zweifel. Diese Geduld wohl am ehesten zu erlangen, wenn man es schafft, sein Leben möglichst so einzurichten, dass alle Grundbedürfnisse abgedeckt sind, die wir in den vorangehenden Kapiteln beschrieben haben. Die ersten drei Prinzipen sind sozusagen das Wurzelwerk eines Baumes, das vierte Prinzip der des Ernstes- der Gleichung könnte man wohl als Stamm desselbigen bezeichnen, der das Oben und das Unten verbindet, den Makrokosmos mit dem Mikrokosmos.

Die Geduld, das Einfühlungsvermögen sind dann vielleicht die Äste, an denen bald schon die ersten Knospen austreiben werden. Dieses Prinzip kann nicht so leicht erlernt werden, es erwächst aus der Weisheit, die wir uns im Laufe des Lebens aneignen und es kann nicht erzwungen werden, es muss ganz natürlich passieren und das ist dann wahrlich: EVOLUCION! 

 

Liebe/ Verschenkende Aufmerksamkeit:

Wenn wir davon ausgehen, dass die Energie der Aufmerksamkeit folgt und diese Energie als Substanz und Trägerkraft dienen kann, liegt es nahe, dass das Prinzip der Liebe sehr wichtig für den Informationsaustausch zwischen den Wesen, ist. Und auch ein wichtiger Antriebsfaktor für die Lebensmotivation und die Kreativität. Somit ist sie auch verbunden mit dem Prinzip des Willens/ der Erlebens (siehe das 2. Prinzip). Darum spricht man auch von der verschenkenden, überpersönlichen Liebe/Aufmerksamkeit. Sie kann nicht angefordert werden, da sie im freien Willen verschenkt werden sollte. Wenn jemand diese Liebe in sich zu entwickeln vermag, dann wird er immer unabhängiger in zwischenmenschlichen Beziehungen und strebt nicht mehr danach, einen anderen Menschen besitzen, oder für seine Zwecke manipulieren zu wollen. Er lässt sich auch nicht mehr selbst manipulieren und was er verschenkt ist wahrhaftig. Diese Liebe ist ein unvergänglicher Wert, der schon in vielen Geschichten behandelt wurde und dennoch wurde sie selten richtig erfasst und verstanden. Die Liebe, die uns oft in Geschichten begegnet, ist noch immer geprägt von Abhängigkeit und einem unselbständigen Selbst. Ausserdem ist sie sehr von Idealen und Erwartungen beeinflusst.

Die überpersönliche Liebe, die verschenkende Liebe jedoch, kennt keine solchen Dogmen mehr.

Die verschenkende Liebe, ist ausserdem nicht allein auf Partnerschaften und Freundschaften bezogen, sondern sie bezieht alles Leben mit ein, ebenso wie die überpersönliche Geduld/ Einfühlsamkeit es tut. Sie ist der Hauptantrieb der Evolution, weil sie mit jeder Aufmerksamkeit, auch eine Information an andere Lebensformen verschenkt und diese werden dadurch bereichert. Sie bringt alles in einem zum Schwingen und belebt den ganzen Organismus und das Universum. Sie wirkt motivierend, fördert die Kreativität, drückt reine Freude und Dankbarkeit aus.

Sie respektiert die Bedürfnisse und Reaktionen der anderen und drängt sich nicht auf. Sie ist wie die Sonne, die ihr Licht immer weiter verstrahlt, ohne dass sie eine Gegenleistung erwartet. Sie kann da sein, sich verschenken, wenn man sie braucht. Doch wenn man sie nicht braucht, dann erzwingt sie auch keine Aufmerksamkeit.

In der Salutogenese ist sie mit der Sinnhaftigkeit eng verbunden, da sie zusammen mit dem freien Willen und der kreativen Lebensgestaltung, den eigentlichen Lebenssinn ausmacht.

Die Liebe ist es, welche im Vergänglichen wie im Unvergänglichen ein Leuchtfeuer für alle Seelen ist.

Sie wirkt verbindend und vernetzend, auf alles Leben. Ohne Liebe und Aufmerksamkeit, verliert man den Lebenswillen, auch wenn sonst alle sonstigen Grundbedürfnisse gedeckt sind. Dies wurde in Experimenten schon öfters nachgewiesen. Darum suchen auch alle stets in verschiedensten Bereichen des Lebens nach der Liebe. In den sozialen Medien, in Hobbie Gemeinschaften u.v.m.

Ohne Liebe sind wir nicht überlebensfähig. Das gilt übrigens nicht nur für Menschen, sondern für die gesamte Schöpfung. Die Liebe verfeinert sich stets, wird immer wichtiger, je höher sich das Leben entwickelt.

 

Barmherzigkeit/Mitgefühl/Hilfsbereitschaft/Demut:

Es kann im Leben Situationen geben, in denen wir in unserer Selbstverwaltung im Leben, nicht mehr klarkommen, wir etwas nicht mehr selbst bewältigen können. Sei es durch mangelnde Ressourcen, fehlende Energien, fehlender Lebenssinn, oder fehlendes Verstehen etc. Dann braucht man Unterstützung von anderen Lebewesen. Hier darf man Hilfe auch anfordern, wenn es nicht mehr anders geht. In vielen Fällen muss man das sogar tun (z.B. bei Mobbing, Missbrauch etc.)

Wenn wir uns mit der Barmherzigkeit befassen, müssen wir uns auch mit der Demut befassen. Diese ist beiderseits gefragt. Einerseits sollte der dem geholfen wird, Hilfe annehmen können und erfragen und er sollte nur so viel nehmen, wie gerade wirklich vonnöten ist, ohne die Gutmütigkeit des Helfenden auszunutzen. Ebenso sollte der Helfende die Not des anderen nicht für sich ausnutzen und von Herzen etwas an den anderen verschenken, ohne dabei stets eine Gegenleistung zu erwarten.

Wahrhaftigkeit ist hier, wie überall, gefragt. Es gilt auf beiden Seiten, dass die selbstverwaltenden und die überpersönlichen Prinzipien im Gleichgewicht gehalten werden.

Barmherzigkeit ist eng mit den Ordnungskräften (dem 1. Prinzip) verbunden. Dies ist so, weil alle Energien im Kosmos so verteilt werden sollten, dass jedes Wesen die Möglichkeit hat, aufbauende Erfahrungen in seinem Umfeld zu machen und auch die nötige Weisheit zu erlangen vermag, um eine evolutionäre Entwicklung zu gewährleisten. Das Prinzip der Barmherzigkeit, baut genau darauf auf. Sie ist darum bemüht in einer allumfassenden Weise, dies allen Wesen zu ermöglichen. Es gibt auch hier die persönliche Form der Barmherzigkeit, wie bei der Liebe, dies ist jene Barmherzigkeit, welche sich eher auf einen engeren Kreis fokussiert, hingegen das Prinzip, dass wir hier beschreiben wollen bezieht alles Leben mit ein.   

Die Demut ist darum wichtig, weil alle die Mitverantwortung tragen, dieses Gleichgewicht zu halten, sei es auf der selbstverwaltenden, oder der überpersönlichen Ebene. Demut ist die Voraussetzung, dazu, dass man das Gefühl für dieses Gleichgewicht entwickeln kann und auch bereit ist seine Aufgabe als Teil eines grossen Ganzen, wahrzunehmen. Damit ist nicht grenzenloses Dienen oder Aufopfern gemeint, wie es uns vor allem die Religionen gerne glauben lassen wollen, sondern sie ist eigentlich einfach die Bereitschaft, sich um das nötige Gleichgewicht zu bemühen. Wenn dies gegeben ist, kann man auch wahrhafte Barmherzigkeit verschenken, ohne sich selbst jedoch darin zu verlieren.

Aus der Jenseitsforschung weiss man, dass in den unvergänglichen, höheren Sphären dieses Gleichgewicht immer mehr gelebt wird. Dort sind ja aber auch Krankheit und Tod keine Themen mehr und alle bekommen, dass was sie benötigen. Im Gegensatz zu den tieferen, materiellen wie nichtmaterillen Ebenen, wo noch immer hierarchisch und personenbezogene Werte grossgeschrieben sind. Zwar gibt es auch in den tieferen, jenseitigen Ebenen keinen Tod oder keine körperliche Krankheiten, doch es gibt sehr wohl Krankheiten der Seele, oder Energielosigkeit.

Die Bewohner jener Ebenen, sind oft zu verschlossen und zu stolz um Barmherzigkeit von lichtvolleren Wesen oder der kosmischen Quelle zu erfragen. Oft wollen viele von ihnen lieber die alte, hierarchische Ordnung aufrechterhalten, weil diese ihnen aus verschiedensten Gründen entgegenkommt. Es gibt dort Herrscher und Diener, die Herrscher wollen ihre Macht natürlich erhalten, weil sie sich noch nicht für eine höhere Weisheit geöffnet haben. Für sie bedeutet Vernetzung Machtverlust. Es dauert oft sehr lange, bis sie erkennen worauf es wirklich ankommt, um sich weiter entwickeln zu können, sei es in der freien Selbstverwaltung, oder der überpersönlichen Verantwortung. Doch dies ist auch ihr freier Wille.

Der freie Wille ist ein sehr wichtiges Gut, für die Selbstpflege/ Kompetenz, das bestätigt die weltliche, wie die Jenseitsforschung immer wieder. Freiheit wurde immer schon ersehnt, erkämpft und das zeigt, dass alle Wesen, diese Sehnsucht in sich tragen. Dies gilt von der einfachsten Lebensform, bis zur Komplexesten. Freier Wille ist ein Wert, der unvergänglich ist. Doch er kann natürlich auch missbraucht werden. Doch darauf gehen wir hier nicht mehr näher ein.

Die hier beschriebene Barmherzigkeit ist zusammen mit allem Erschaffenen, das Fundament für eine gerechte und freie Evolution, allen Lebens.